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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Woher die Quellen auf Bergspitzen.

sie aufnehmen, verstopft seyn, oder wir müfsten doch indem Innern der Berge überall Salzmasse zerstreut lin-den. Gesetzt aber auch, dafs diese Schwierigkeiten über-wunden werden könnten, so zeigt sich’s doch, dal's dieseAnsicht nur auf Quellen bis zu höchstens 2000 F. Hübeunter den günstigsten Umständen eine Anwendung fin-det, und wir besitzen doch dergleichen bis zu 12000 und15000 F. Höhe und darüber.

Ueberdiefs läfst sich auch von den eben erwähn-ten Quellen noch nachweisen, dafs sie füglich von derMenge der atmosphärischen Niederschläge, die sich be-sonders bei den erstgenannten Bergen so vielfach alsNebel und Thau bilden (beim Tafelberge kommen so-gar noch die Dünste, welche aus dem Meere aufsteigen,in Anschlag), können gespeist werden. Die Brocken-quelle namentlich liegt nach einem Nivellement vonSilberschlag noch 18 F. unter dem breiten Gipfeldes immer befeuchteten Berges, und doch versiegt siezuweilen in trockenen Jahren, wie diefs 1786 und 1822der Fall war. Sie ist eine der Quellen, welche reinauf dem von Halley beobachteten Wege ernährt wird,und wir kennen in unseren Gebirgen deren viele ähnli-che, so z. B. auf dem Gipfel des Zobtenberges inSchlesien, am Ochsen köpf im Fichtelgebirge und der-gleichen.

Nichtsdestoweniger liegt doch dieser Theorie vonder Entstehung der Quellen durch Verbindung mit demMeere eine in der Natur begründete Wahrnehmung zumGrunde; denn es giebt in der That Quellen, welche ineiner nachweisbaren hydrostatischen Verbindung mit demMeere stehen, wie diefs hauptsächlich daraus hervorgeht,dafs ihr Stand von dem des Meeres deutlich abhängigerscheint. Solche Quellen sind besonders häufig an Ha-chen Sandküsten bekannt, und besonders da auffallend,wo ein starker Wechsel von Ebbe und Fluth vorhandenist, denn sie nehmen Antheil an dieser Bewegung.

Diese