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Inkrustirendc Quellen.
Altcnbcrg im Erzgebirge und am Rammelsbergcbei Goslar, wo man 5 bis 6 Genlner im Jahre auf diese"W eise gewinnt.
4) Inkrustirende Quellen pflegt man solchenennen, welche die Eigenschaft haben, einen Theil ihreraufgelösten erdigen Bestandteile nach ihrem Austretenfallen zu lassen, und ihn auf die damit in Berührung ikommenden Körper der Umgebungen als eine Kruste ivon steinartiger Beschaffenheit abzusetzen. Je reichli'eher diese Quellen solche ausscheidbare Bestandteile ienthalten, desto schneller gehen natürlich auch ihre In-krustationen vor sich, und selbst sehr leicht durch dasWasser zerstörbare Gegenstände können dadurch schein-bar in Stein umgewandelt werden. I)cr Stein selbst,welcher auf solche Weise erzeugt wird, heifst nach ei-nem allgemein eingeführten Sprachgebrauch Tuff oderSinter, welcher letztere Name indefs auf die krystal-liriischeren Abänderungen angewendet wird.
Die chemische Zusammensetzung dieser Tuffe zeigt,dafs sie entweder aus Kieselerde oder aus kohlen-saurem Kalke bestehen. Kieselerde ist von beidendas seltenste Resultat, und wir haben von ihrem Ab-sätze aus den heifsen vulkanischen Mineralquellen vonIsland und Italien etc. bereits ausführlich gesprochen.Kohlensäure Kalkerde setzt sich überall aus denQuellen ab, welche aus Kalkgebirgen entspringen, undsie bildet dann oft ungeheuer mächtige Massen, in wel-chen die inkrustirten Reste von Pflanzen und Thierenoft mit grofser Zartheit erhalten in Menge Vorkommen,Alle kalksteinreiche Gegenden unseres Vaterlandes lie-fern reichliche Beispiele; so die Gegend zwischen dem iHarze und dem Thüringer Walde; auf dem Eichs-felde, bei Langensalza, Mülhausen, Gotha,Tonna, finden sich Tuffablagerungen von bedeutenderStärke. Sie bilden sich noch so häufig fort, dafs manan vielen Punkten genöthigt ist, nach wenigen Jahren