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Säuerlinge künstlich nachgebildet.
quellen Heft I, 1824, II, 1826, besonders das 2te Heftvon p. 25 an).
Herr Struve beschäftigte sich nämlich bei seinenUntersuchungen über die Entstehung der Mineralwässer,behufs deren künstlicher Nachbildung, zunächst mit einerAnalyse der in der Nähe von Bilin, Teplitz, Ma-rienbad, Karlsbad und Eg er vorkommenden Basalte,Klingsteine, Porphyre u. dgl., und nachdem er in densel-ben alle die festen Bestandtheile der benachbarten Sauer-brunnen aufgefunden hatte, versuchte er es, einzelne die-ser Gesteine gepülvert in einem metallenen Cylinder,welcher mit einer Kompressions-Pumpe in Verbindungstand, unter mehr oder minder starkem Druck mit Koh-lensäure und Wasser in Berührung zu bringen. Nach-dem diese Berührung mehr oder minder lange gedauerthatte, liefs er das Wasser ab, und er fand nun, dafsdasselbe nach den Umständen alle die Bestandtheile desBiliner, Teplitzer, Marienbader und Eger Wassers in den-selben Verhältnissen aufgenommen hatte, in welchen siein diesen Mineralquellen Vorkommen, aber freilich insehr viel geringerer Menge. Er wiederholte daher die-sen Versuch mehrfach mit Abänderungen, und endlichgelang es ihm einen Apparat zu erfinden, in welchemdas Wasser mit Kohlensäure geschwängert, unter starkemDruck durch eine mehr oder minder hohe Säule von ge-pulverten Gebirgsarten aufsteigen und oben ausfliefsenmufste, und dieser Weg führte ihn endlich zu den be-friedigendsten Resultaten. Er füllte eine 84 Zoll hohesenkrechte Metallsäule mit 3 Pfund 14 Unzen Kling-stein von einem in der Nähe von Bilin liegenden Berge,und trieb durch dieselbe das mit Kohlensäure durchdrun-gene Wasser unter einem Drucke von zwei Atmosphä-ren in die Höhe. Es vergingen 12 Stunden, bis end-lich das Wasser nun oben austrat; da hatte es aberdann alle Bestandtheile des Biliner Sauerwassers in sovollkommenem Grade und in so genau gleicher Menge
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