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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
Entstehung
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Bitterwässer, ihre Entstehung.

aufgenommen, dafs eine genaue Analyse desselben unddes künstlich erhaltenen Wassers zwischen beiden kaumnoch einen Unterschied entdecken konnte (s. pag. 47).Eben so gelang es ihm auch, durch Behandlung des beiTeplitz anstehenden Porphyrs in diesem Apparate, einMineralwasser zu erzeugen, welches der Steinbadquellebei Teplitz vollkommen ähnlich war, und nur geradehalb so viel feste Bestandtheile enthielt (p. 75). Wirdürfen also durch diese denkwürdigen Versuche die Auf-lösungs-Theorie auch bei den Sauerbrunnen zur völligenEvidenz gebracht ansehen.

Allein nicht nur die verschiedenen Gattungen derFamilie der Salzquellen und der Sauerbrunnenzeigen Eigenschaften, die ihr Entstehen im Wege derAuflösung aufser Zweifel setzen; auch bei den anderensind wir häufig im Stande, diesen Weg annähernd nach-zuweisen. Die Bitterwässer Böhmens, welche wirals eine kleine, eigentümliche Familie von Mineralwäs-sern kennen gelernt haben, sind ähnlich wie jene be-reits von Struve aus der Erdart, in welcher sie ent-springen (einem Mergel, der aus zersetztem Basalte, ver-unreinigt durch Quarzsand und Kalk, entstanden ist), er-zeugt worden, und Struve zweifelt nicht, dafs auchdie Bitterwässer Englands auf ähnliche Weise erzeugtwerden mögen.

Die Entstehung vieler Schwefelquellen läfst sichleicht aus Zersetzung der in vielen Gebirgsarten so häu-figen Schwefelkiese erklären, besonders von einigen der-selben, welche aus kiesreichen Schichten entspringen.Ueberall wo Flöze von Stein- oder Braunkohle in gro-fser Menge Vorkommen, in denen man die fortdauerndeZersetzung der Kiese durch Beobachtung nachweisenkann, sind auch Schwefelquellen nicht fern, und selbstin dem Umfange grofser Torfmoore, in welchen, wieneuere Beobachtungen erwiesen haben, theils Schwefel-kiese sich zersetzen und neu erzeugen, theils eine grofse