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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Intermittirende Quellen,

Ebbe und Flutli verglichen hat; wenn er 6 Stunden aus-geblieben war, so kam er gewöhnlich mit einem poltern-den Geräusch wieder zum Vorschein, und flofs 6 Stun-den lang so stark, dafs er fähig war drei Mühlen zu trei-ben. , Diese Erscheinung aber hat, wie mich eigene Be-obachtungen gelehrt haben, lange schon und muthmafs-lich seit mehr als 150 Jahren aufgehört. Die Quellelliefst nun gleichförmig, aber offenbar viel schwächer alszuvor. Dagegen hat Hausmann eine andere intermit-tirende Quelle bei Eichenberg, eine Stunde vonWitz enhausen, beschrieben, welche regelmäfsig allezwei Stunden aussetzt.

Um diese merkwürdige Erscheinung zu erklären, hatman schon früh, und in der That zu sehr vollkommenerBefriedigung, seine Zuflucht zu den Erscheinungen desHebers genommen. Erinnern wir uns zunächst, worindiese bestehen.

Ein Heber ist wesentlich eine gebogene, an beidenEnden offene Röhre von sonst ganz willkürlicher Ge-stalt. Wird ein Schenkel dieser Röhre in ein Gefäfs mitFlüssigkeit gestellt, so steigt diese darin so hoch als siein dem Gefäfse steht; wird sie (die Flüssigkeit) nun aberdurch einen Druck bis zum Scheitelpunkte der Biegungerhoben, so fängt sie an, zu der Oeffnung, welche freiist, herauszufliefsen, und zwar nach hydrostatischen Ge-setzen so lange ununterbrochen, bis entweder das Ni-veau im Innern auf das Niveau der Mündung des äu-fseren Schenkels gesunken ist, oder, wenn diefs wegengröfserer Länge desselben nicht geschehen kann, so lange,bis der innere Schenkel den Wasserspiegel nicht mehrerreicht.

Wenden wir diese Thatsache auf den Ursprung derQuellen im Innern der Gebirge an, so ist klar, dafs hiersehr leicht eine Verbindung von Klüften (Kanälen) undHöhlen Vorkommen kann, welche nach den Gesetzendes Hebers wirken mufs. Gesetzt, wir hätten eine Höhle