550 Gebirge, häufig nicht Wasserscheiden;
im Allgemeinen unserem Bilde; allein ihr Beginn liegtdoch erst nordwärts des Bodensees. Dort tritt weiterwestlich der Rhein in dieses Thal, und indem er querdurchläuft, verläfst er es in der Richtung von Schaff-bausen nach Basel, und tritt dann zwischen andereBergsysteme. ■
Würden wir nun nicht, um die Becken der Strömenach den Gesetzen der Spülung zu sondern,, wie es soviele Karten thun, einen Zweig von den Alpen zwischendem Bodensee und der Donau durch zum Schwarzwaldehinüberführen müssen? Und 'doch giebt es hier kein Ge-birge.- Nach einer durch Messungen unterstützten Dar-stellung- *) ist hier das Land völlig eben und flach(Schuttland), und der Wassertheiler zwischen beidenFlüssen erhebt sich sehr sanft im Federsee zu kaum300 F., ganz unverhältnifsmäfsig,. wären die Unebenhei-ten der Erde eine Folge der Auswaschungen des flie-fsenden Wassers.
Noch einmal wiederholt sich dieselbe Erscheinungweiter südwestlich. Dort tritt die Rhone in diesesThal, geht quer hindurch und unterhalb Genf hinausins südliche Frankreich; auch sie wird durch keine nen-nenswerthe Bergkette von den Zuflüssen des Rheinesgeschieden, und es würde nicht schwer seyn, den Gen-fersee mit dem Neufchateller in schiffbare Verbin-dung zu bringen. Wie so ganz anders als in der Na-tur würde hier also nicht die Verbreitung der Gebirgeausfallen, wollten wir sie hier nach der Umgrenzung derStromgebiete auftragen!
Uebrigens ergiebt sich auch bei einer speciellerenVergleichung des Laufes der Wasserscheiden im Innernder Alpen, dafs die Richtung der hohen Gebirgskämmedurchaus nicht mit ihnen übereinstimmt. Auch in denPyrenäen ist es so; dort folgt die Grenzlinie zwischen
) Weifs Südbaierus Oberfläche.