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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Beispiele davon.

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näle (den Oginskischen durch die Jasiolda undSczara; den Muchawitzer durch diePina und Mu-chawitza, die in den Bug fliefst) hat führen können,welche zur Erhaltung ihres Wassers nicht einmal derSchleusen bedurften; Verbindungen, die einst gewifs nocheine grofse Wichtigkeit erlangen werden, wenn derKulturgrad und die Industrie jener Gegenden sich stei-gern wird.

Ueberliaupt ist dieser Theil von Europa wohl daseigentliche Land der inneren Wasser-Kommunikationen,und noch einmal w.eiter südlich zeigt sich die Nichtigkeitdes System es der Wasserscheiden an einer fast vollkom-men offenen Verbindung des Don und der Wolga beiTzarjtzin im Gouvernement Saratow, welche nureiner sehr unbedeutenden Nachhülfe von der Kunst be-darf, indem hier kein Bergrücken beide mächtigen Strömetrennt. Ein wahrer Trageplatz.

Merkwürdig ist, was in dieser Rücksicht L. vonBuch von einer der minder bedeutenden Wasserschei-den Europa’s, von der zwischen dem Eismeere und dembotnischen Meerbusen in Lappland, berichtet *). Er fand,dafs diese beiden Meere, obwohl weiter südlich durch denmächtigen Gebirgsrücken geschieden, welcher Norwegenvon Schweden trennt, doch zwischen dem Nordkapund Torneä, zwischen Altens-Elv und Torneä-Elv nur eine breite Fläche zur Scheide haben, die sichzu 1290 F. über das Meer erhebt, und auf welcher nurHügel von 4- bis 500 F. Höhe zerstreut liegen, welcheder Gegend das Ansehen eines Gebirgslandes zu gebennicht im Stande sind.

Das ganze nördliche Asien ist voll von niedrig ge-legenen Wasserscheiden und Trageplätzen, welche seinemächtigen, auf den meisten unserer Karten durch Berg-rücken getrennten Ströme aus einander halten. Nachdem

*) Reise nach Norwegen und Lappland II, 200.