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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Gröfsc der hauptsächlichsten. 567

liende ist das des La Plata mit 71700 Quadratmeilen,von dem Azara vielleicht nicht mit Unrecht sagt, esführe so viel Wasser ins Meer, als alle europäischeFlüsse zusammengenommen. Dann folgen der Missi-sippi mit 53600 Quadratmeilen und der St. Loren z-flufs mit 62300 Quadratmeilen. Mit den letzteren kön-nen sich hinsichtlich ihres Gebietes schon einige Strömein Asien messen, vor allen der Ob mit 63800 Quadrat-meilen; nächst ihm kommen der Jenisei (47000 Qua-dratmeilen), der Amur (38300), die Lena (36600), derHoangho (33600), der Ganges (20400), der Indus(19000), welcher letztere denOrinoco (17500) in sei-nem Gebiete noch übertrifft. Von afrikanischen Strom-gebieten ist, so weit bekannt, das des Nil (32600 Q.Meil.) das gröfste. Mit ihnen gleich steht etwa das derWolga (30100 Q. M.), des gröfsten der europäischenStröme; ihr Gebiet übertrifft das der Donau (14400)schon um mehr als das Doppelte, und noch mehr dasdes Rheins (4000), der Elbe (2800), der Oder (2100),und der Weser (875).

Nach dieser allgemeinen Betrachtung der Stromge-biete wollen wir zu den einzelnen Eigenschaften derFlüsse übergehen, welche sich in allen Theilen der Erdeals gleiche Ursachen analog wiederholen.

Wir unterscheiden zunächst den Raum, in welchemdas Wasser eines Flusses sich fortbewegt; sein Bett oderRinnsal von der darin bewegten Wassermasse; die Be-trachtung des ersteren soll uns zuvörderst beschäftigen.

1) Von der Beschaffenheit der Flufsbetten.

Wenn die Ströme ihren Lauf gewühlt haben, jenachdem die Beschaffenheit des Bodens dazu die günstig-

gieht dem Bio negro zwei Licues oberhalb der Mündung eineBreite von 120- - 5 Toisen.