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Flufsbetten;
gen aber vcnvandeln sich dann in sanfte Wellenlinien,wenn sic in lockeres aufgeschwennntes Land treten, undman kann mit geübtem Auge aus der richtigen Zeich-nung von dem Lauf eines Stromes mit einiger Sicherheitauf die Masse seines Lettes schliefsen. Len Lauf derDala-Elf wählt der Verfasser zum Beleg fiir diese An-sicht, und fügt ihr als nicht minder wichtiges Momentfür die Bestimmung von der Richtung der Flufsbettennoch die Lage der Nebenflüsse hinzu, aus welcher dieRichtung des Hauptbettes oft nach dem Gesetze vom Pa-rallelogramm der Kräfte erzeugt wird.
Diese Ansicht kann dennoch kein allgemeines Ge-setz für die Richtung der Strombetten begründen, undnur in einzelnen Verhältnissen derselben findet sie eineuntergeordnete Anwendung.
Allerdings ist es gewifs, dafs die Richtung der Schich-ten der das Flufsthal begrenzenden Gebirgswände mitder Richtung des Bettes, die ein Flufs in diesem Thalenimmt, oft übereinstimmt. Die Flüsse, die im Innern derAlpen lliefsen, die Rhone im Wallis, der Inn im En-gadin, die Salzach im Pinzgau, sind deutliche Beweisedafür, und gerade in den Alpen sind auch die Schich-ten so häufig steil aufgerichtet. Die Krümmung, die derRhein unter Mainz macht, bevor er bei Bingen ins Ge-birge tritt, zeigt deutlich, dafs er hier nur der Richtungder Schichten des vorliegenden Gebirges folgt. Fasteben so häufig sehen wir ferner in unseren Gegenden,dafs die Betten der Flüsse auf den Scheidungslinien derGebirgsarten eingegraben sind, wie sehr ausgezeichnetbei der Weser zwischen Karlshafen und Holzminden,und zwischen Hameln und Vlotho. Hier also zeigt dieRichtung der Schichten den entschiedensten Parallelis-mus mit der der Flufsbetten, und unzählige Beispielewürden sich nachweisen lassen, wie Krümmungen derFlufsbetten durch feste Gesteinkämme vcranlafst werden,welche sie zu umgehen genöthigt sind.