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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Richtung derselben.

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lande der alten Welt dagegen, glaubt Buffon, rühredie Richtung der Flufsbetten von der Erstreckung derGebirgsketten von Ost nach West her, welche sie zwi-schen sich nehmen; er setzt sogar hieniit die Ausdehnungder Hauptbinnenmeere in Beziehung des Mittelmeeres,des schwarzen und des kaspischen Meeres, das einst vonOst nach West viel breiter war, als von Nord nachSüd. Allein auch diese Ansicht wird durch den LaufderPvlione, des Rheines, des Nil und aller sibiri-schen Flüsse widerlegt. Sie erscheint eben so natur-widrig und gezwungen, wie die Annahme von Gebirgs-meridianen und Parallelkreisen, welche die Erdoberflächemit einem Netz überziehen sollten; sie ist deshalb auchseit B er gm an *), der sie noch aufnahm, verlassen wor-den, und schon Otto **) erklärt sich aufs Entschieden-ste gegen sie.

Andere Naturforscher haben mit gröfserem Rechtedie Richtung der Flufsbetten auf die Richtung der be-nachbarten Schichten der Gcbirgsarten, durch welche sieihren Lauf nehmen, bezogen. Besonders hat Haus-mann ***) diese Ansicht bei Gelegenheit seiner Beob-achtungen über den Lauf der Dala-Elf in Schwedenausführlich entwickelt.

Die Ströme durchneiden, so sagt er, wenn nicht an-dere mächtigere Kräfte dagegen wirken, die Gebirgsmas-sen in der Richtung, in welcher sie den geringsten Wi-derstand finden, also da, wo die Gebirgsarten aufgerich-tete Schichten haben, mit den Kanten derselben paral-lel, wo sie horizontal liegen, in der Richtung der ausge-zeichnetsten Kluftabsonderung; durchschneiden sie har-tes Gestein, so werden sie sich nach dessen Umgrenzun-gen richten und ausweichen müssen, ihre eckigen Biegun-

*) Physik. Beschreib, des Erdkr. I, p. 319.

**) Hydrographie I, p. 134.

***) Skandinavische Reise IV, 326.

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