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Richtung der Flufsbctten.
ihrer Vereinigung zu Lion; die erstere nimmt die Rich-tung der letzteren an, ohnerachtet sie bei weitem derstärkere (Haupt-) Flufs ist. So verhält cs sich auch mitdem Orinoco und der Rio Apure, wo sie bei Ca-bruto Zusammentreffen; so auch, um eines kleinerenReispiels aus unserer Nähe zu erwähnen, mit der We-ser und Aller unter Verden, wo der Hauptllufs auf-fallend schnell in die Richtung des Nebenflusses übergeht.
Umgekehrt ist es sehr deutlich, wie wenig auch diebedeutendsten Zuflüsse des Rheines auf die Richtungseines Heftes einen Einflufs ausüben; der Neckar, derMain und die Mosel, und alle die minder bedeuten-den Nebenflüsse, die er empfängt, wie die Lahn, Sieg,Ruhr, Ahr, treffen ihn rechtwinklich auf seinem Lauf,in der Richtung, wo sie die grüfseste Kraft auszuübcnvermögen, und doch verändern sie diese nicht merklich.Derselbe Fall tritt sehr ausgezeichnet bei der Donauein. Wo der Inn mit ihr bei Pass au zusammentrifft,scheint er der Nebenflufs zu seyn, denn er nimmt sichunterordnend ihre Richtung an, und daher mag auch derumgebildete Strom den Namen der Donau beibehaltenhaben. Weiter unten im Laufe desselben tritt aber derumgekehrte Fall ein; unter Eszeck nämlich, wo die D o-nau mit der Drau zusammenstöfst, scheint die ersterenur in einer Fortsetzung vom Rette der letzteren zu llie-lsen, während noch mehr stromabwärts, zwischen Bel-grad und Peterwardein, die rechtwinklich gegen sieeinmündende Th eis keine Veränderung in der Richtungihres Bettes hervorbringt.
Wir sehen also, dafs die Richtung der Flufsbettenim Allgemeinen weder einem in Beziehung auf dieWclt-gegenden auszudrückenden Gesetze unterthan ist, nochdafs sic dem Einflufs der Schichten, welche die Erdrindezusammensetzen, oder dem Stol'se der Gewässer gehorcht,die nur im Einzelnen die Richtung und Gestalt ihresBeltes bewirken können. Sie folgt vielmehr dem Laufe