Gestalt der Flufsbett.cn.
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der Thäler, welche die Betten sich nach der ablaufen-den Wassermenge am bequemsten wühlen konnten, undes ist leicht zu zeigen, wie auch die Richtung der Fufs-betten sich ändern würde, wenn die Gröl'se der Was-sermasse, die sie zu führen bestimmt sind, sich vermehrteoder verminderte.
b ) In Rücksicht auf die Gestalt der Flufsbet-ten bildet in dem Lauf der Ströme eine charakteristi-sche Verschiedenheit statt, welche, wiewohl im Allgemei-nen sehr bekannt, doch unter den neueren Geographenzuerst von Ritter in eine systematische Darstellung ge-bracht worden ist.
Wir wissen aus allgemeinen Eindrücken und Be-schreibungen, wie sehr sich das Bett eines Stromes, derim Hochgebirge tliefst, von der Form desselben im Vor-oder Hügellande unterscheidet, und wie ganz anders sichdie Natur seines Beltes in der Nähe der Mündungen ge-staltet, wo die Eigenihümlichkeit des Flusses im Binnen-lande an der ausgleichenden Oberherrschaft- des Meeresverloren geht. Wir wissen eben so, dafs es sehr vieleFlüsse giebt, welche während der ganzen Länge ihresLaufes ihr Belte nur in einem oder dem andern dieserZustände zeigen. Viele Flüsse entspringen erst im Flach-lande, und erreichen, nie die Natur eines selbstständigenStromes erlangend, nach einem schleichenden Laufe durchsumpfige Flächen das Meer; andere stürzen aus Küsten-gebirgen als Gebirgsbäche ins Meer, und erlangen alsonie die Natur der majestätischen Ströme des Binnenlan-des, welche den Stolz und den Hebel der Kultur ihrerAnwohner bilden; beide wurden schon von älteren Geo-graphen unterschieden, und erhielten, wenn auch in derThat von sehr verschiedener Natur, den gemeinsamenNamen der Küstenflüsse. — Anderen Flüssen dage-gen kommt gerade eine entgegengesetzte Eigenschaft zu;von den Gebirgen ins Vorland herabstürzend, zieht sichihr Bett oft durch ansehnliclie Landstrecken hin, allein