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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Nil - Delta.

in denen Girard eine kolossale Sphynx seit Jahrtau-senden zum Einschiffen bereit liegen sah) und beim Gi-bcleyn, welche (6 M. und 20 M. unter Syene) nurRaum für den durchtretenden Strom lassen, dann aberentfernen sie sich und geben dem zvvischeuliegendenThalboden eine regclmäfsige mittlere Breite von etwa2 Stunden. Da die arabische Bergkette immer mit steilabgerissenen Rändern erscheint, die libysche dagegen miteiner sanften Böschung aufsteigt, so hält sich die Haupt-stromrinuc des Nil immer hart an dem rechten Thal-rande; bis an den Fufs der gegenüber liegenden Bergeaber erstrecken sich- die mit ihm verbundenen Kanäle,und der wagerechte Boden zwischen beiden, aus denSchlammabsätzen seiner Ucberschwemmungen gebildet, er-hebt sich im Mittel, ohne alle Unterbrechung durch Hü-gel oder andere Ilervorragungen, als künstliche Deiche,Schutthügel, nur wenig, bei Syrut in Ober-Aegypten nur27 Fufs über den niedrigen Wasserstand.

So dauert diefs Verhältnifs gleichförmig fort, bis andie Grenze von Unter-Aegypten bei Kairo; dort weichendie Bergketten auseinander, die libysche wendet sich vondem letzten Vorsprunge, welcher die Pyramiden vonGizeh trägt, schnell gegen NW * *), die arabische aberbiegt unter einem rechten Winkel gegen O. ab, und soentsteht zwischen beiden eine gegen das Meer, unter ei-nem Winkel von 140° sich öffnende Bucht, begrenzt,nächst den Bergketten, von dem Sande, der sich aus derlibyschen Wüste herabstürzt, auf der einen, und von derKiesfläche der Wüste, die den Eintritt in die Landengevon Suez bildet, auf der anderen Seite.

Diese ganze Gestaltung des Bodens zeigt ursprünglicheinen tiefen und schmalen Meerbusen, ähnlich dem naheparallelen arabischen Meer, an seinem Eintritt ins mitlel-

*) Girard Ohservat. tur la valle'e d’Egypte. Mein, de l’imtit.

* 1817 , p. 192 .