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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Rhein - Delta.

Gleichen nicht hat. Auch hier bestätigt RenneII dieErscheinung, die wir am Delta des Nil gesehen: die steteVerkürzung seiner Spitze. Er zeigt, dafs die oberste Tliei-luug des Flusses in 11 Jahren, so lange er sie beobach-tet, | engl. Meilen hinabgerückt war, und bemerkt da-bei ausdrücklich, dafs, während gleichzeitig die Basis fort-während ins Meer greift, der Angriff an der Spitze imgewöhnlichen Verhältnifs 1 engl. Meile in 12 Jahrenbeträgt.

Unter den uns näher liegenden Strömen ist unstrei-tig keiner durch eine so vollständige Delta-Bildung aus-gezeichnet als der Rhein. Der einfache Strom spaltetsich, noch 25 Meilen von der Nordsee entfernt, beiPannerden unterhalb Emmerich. Doch auch erstseit 17Ü1 liegt sein Treunungspunkt hier; früher lag er2 Stunden weit oberhalb bei Schenkenschanz, woman ihn lange zu erhalten bemüht war. Er umfafst daseigentliche Holland zwischen dem Zuydersee und demMeere als sein Deltaland, und wenn auch künstlicheHiilfsmittel die Lage seiner Mündungen mannichfach ver-ändert haben, so sind doch die Grundzüge der Bildungdenen vollkommen gleich, die wir am Nil und am Gan-ges bemerkt haben. Er bildet drei Hauptarme, zunächstdie Yssel, ein von den Römern *) gegrabener uudspäter vom Strome erweiterter Kanal, der in den Zuy-der-See mündet, und südlich, die Waal, die sich anihrer Mündung mit der Maas uud der Schelde verwik-kelt, deren Verhältnisse unter einander sich mannichfachseit den letzten 2000 Jahren geändert haben. Etwa inder Mitte zwischen beiden liegt der älteste Austlufs, derden Namen des Rheins behalten hat, und der beiUtrecht einen Arm (die Veclite) in den Zuyderseegiebt, der Hauptsache nach aber unterhalb Leiden beiKattwyk aan Zee ins Meer fällt. Allein dieser Arm

) Unter Drusus, 12 Jahre v. Chr.