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Negative Delta’s.
einwirft, und indem sie dasselbe mit sich hinaus in dasMeer führt, verhindert sie hier jede Inselbildung.
Besonders schön zeigt sich u. a. dieses Yerhältnifsan der Mündung der Elbe, welche in der Gegend vonGlückstadt so breit wird, dafs die Schiffenden nurein Ufer im Gesicht behalten. Dort aber drängt sichdie Fluth in dem Winkel, welchen die dänische Küstemit der norddeutschen macht, sehr beträchtlich zusam-men, und steigt höher als sonst an der norddeutschenKüste; auch liegt die Mündung der Elbe genau in derRichtung, in welcher sie sich aufs Land wirft, sie wirktdaher auch unvollkommener an der Mündung der Weserund Ems, wo beträchtlichere Verschlämmungen die Mee-resbucht ausfüllen und ihre Gestalt ändern.
Sehr deutlich wie in der Elbe zeigt sich die gleicheErscheinung an der Mündung der Themse und des Se-vern, am Firth bei Edinburgh, am Tajo bei Lissa-bon, in welchen die Fluth mit Heftigkeit einströmt.
Nirgend indefs sieht man diefs Verhältnifs mehr imGrofsen, als an einigen Strömen in nördlichen Gegen-den, dem Ob und Jenisei, dem Lorenzstrom u. s. w.,und vielleicht wirkt hier nächst dem Andrange der Fluth"noch der jährliche Aufbruch des Eises ein, der mit gro-fser Gewalt auch schon in unseren Strömen Anschwem-mungen von ansehnlicher Ausdehnung zu vernichten imStande ist.
Noch eine andere Art der Mündung bei manchenStrömen, die der eben beschriebenen sehr ähnlich ist,zeigt sich durch ihren Austritt in Lagunen, vor wel-chen ein mehr oder minder zusammenhängender, immersehr schmaler Streif flachen Sandlandes liegt.
Zur Entstehung derselben können verschiedenartigeUrsachen wirken. Einmal, wenn der Flufs ohne vor-gängige ansehnliche Erweiterung seines Bettes sich insMeer ergiefst, wirft er in geringer Entfernung von sei-ner Mündung einen Riegel auf; der Andrang des Mco-