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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Ilaff- Bildung.

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res kann dazu beitragen, denselben zu erhöben; es rolltfortwährend seinen Sand auf ihn, und endlich erhebt sichso durch den gegenseitigen Druck über den Wasserspie-gel ein schmaler Dünenstreif, der sich fortwährend ver-gröfsert. Ist der Strom nicht sehr kräftig, so wird ernun zur Seite gelenkt, und seine Sandbank folgt derRichtung seiner Mündungen in ihrer Fortsetzung; so kannder Dünenslreif sich dann selbst auf einer Seite mit demFestlandc verbinden, und der Strom kann ihn fortbauen,bis nur noch so viel Raum übrig bleibt, um seine Was-sermasse abfliefsen zu lassen, dann wieder in die neugebildete ruhige Lagune fortwährend seinen Schlamm ab-setzen und sie auszufüllen streben.

Eben dieselbe Form aber kann auch erzeugt wer-den, wenn ein Strom im flachen Lande sich ergiefsendseine Mündung verstopft, und wenn an der Küste dabei(wie so häufig) eine Reihe von Dünen liegt, höher alsdas rückwärts befindliche Land, dann wird die Hemmungan der Mündung den Strom rückwärts aufstauen, undwährend er über das benachbarte Flachland tritt, wirder dasselbe in einen See verwandeln, der durch den vorihm liegenden Damm an einzelnen tieferen Stellen sei-nen Abflufs nimmt.

Beispiele dieser Erscheinung geben ganz besondersdie südlichen Küsten der Ostsee; dort münden fastalle bedeutenderen Flüsse in solche Lagunen. Sie wer-den Ilaff genannt (frisches Haff, kurisches Haff, dasHaff a. d. Oder); der Dünenstreif aber, der sie schliefst,Nehrung. Aehnlich sind ihnen an den Küsten desadriatischen Meeres die Lagunen von Venedig,an der Mündung der Brenta, des Po, der Etsch undunzähliger minder bedeutenden Ströme, durch die sandi-gen Streifen (Lidi) verschlossen. Nur mit Mühe, undendlich vergebens wird ihre gänzliche Ausfüllung, dieVerbindung Venedigs, mit dem Fcstlande verhindert.

Diese Bildung kann nur da stattfinden, wo das Ende