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Nil-Ueberschwemmungen.
habe, eine Gröfse, welche 4,87 pariser Zoll Bodener-höhung auf das Jahrhundert ausmacht. Der zweite Ki-lometer war der der Insel Roudah vor Kairo; er ist er-weislich unter den Kalifen im Jahre 847 errichtet, undjetzt steht schon der höchste Stand des Niles an ihmum 1,149 Meter (353 par. F.) höher als damals; diefsgiebt dann für ein Jahrhundert bei Kairo 4,43 pariserZoll Erhöhung, eine Gröfse, die nahe genug mit dervorigen übereinkommt, und statt welcher wir am bestendas Mittel 0,126 Meter (4,65 par. Zoll) annehmen.
Von diesem Grundsätze ausgehend, untersuchte nunGirard das Alter vieler im Nilthale befindlichen Monu-mente; erbemühte sich die Periode ihrer Erbauung nachder Gröfse der Verschlämmung des Bodens zu bestim-men, auf welchem sie errichtet worden waren. Die Ein-zelnheiten dieser Arbeit sind ungemein interessant, undder Scharfsinn, mit welchem die darin aufgestellten Kom-binationen zum Zwecke verwandt worden sind, führte ihnzu merkwürdigen Resultaten. So fand er u. a., dafs sichseit der Erbauung der ältesten Theile von Theben derBoden des Nilthaies um nicht weniger als 6 F. etwa er-höht haben müsse, und er schlofs daraus auf ein Altervon 4760 Jahren, d. li. 2940 v. Chr. *). Weiter unter-halb kamen ihm im Nilthale so tief verschlammte Ruinennicht mehr vor, und es liefs sich daher aus diesen geo-logischen Forschungen die Ueberlieferung der ältestenSchriftsteller des Alterthums bestätigen, dafs muthmafsliclidie oberen Theile Aegyptens viel früher aus dem Was-ser hervorgingen und früher bewohnt werden konnten,als die unteren.
*) Der Obelisk von Ileliopolis deutete nur auf ein Alter desSchlammabsatzes von 3000 Jahren (1200 v. Chr.).