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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Mit der Erforschung dieses Gegenstandes durch Mes-sungen hat sich insbesondere Girard beschäftigt; Gi-rard zuerst hat es deutlich gezeigt, dafs mit der Erhe-bung des Bodens der ägyptischen Ebene sich immer zu-gleich auch das Bette des Flusses gleichartig erhebenmüsse, und die Vernachlässigung dieses Grundsatzes hatbei älteren Schriftstellern mannichfache Irrlhümer erzeugt.Geschähe dieses nicht, so könnte es nur zwei Fälle ge-ben: entweder erhöhte der Flufs sein Bette mehr als dieEbene, oder weniger; im ersten Falle würde dann dieHöhe der Ueberschwemmungen zunehmen müssen, mitdieser aber auch die Höhe ihrer Absätze, und so würdedenn das Verhältnifs beider Nivcau’s sich gleich bleiben.Fände dagegen der letztere Fall statt, so würden balddie Anschwellungen das Land nicht mehr bedecken, dannaber könnte sich das Bette nur allein noch erhöhen, unddas alte Verhältnifs mufs sich wiederherstellen. Deshalbhielt es auch dieser Gelehrte für zweckmäfsig, die altenNilmesser, welche sich noch unverrückt an der Stellebefinden, an welcher sie aufgestellt waren, zu untersu-chen, und da man wohl annehmen darf, dafs die jähr-lich aus den abyssinischen Bergen zuströmende Wasser-menge sich im Mittel gleichgeblieben ist, so würde derUnterschied des Standes der hohen Fluth zwischen jetztund damals, als diese Maafsstäbe erbaut wurden, einsehr gutes Anhalten zur Bestimmung der Erhöhung desBodens in einem gegebenen Zeiträume darbieten. Auchgelang es ihm, diese Beobachtungen mit den nöthigenhistorischen Daten unterstützt, anzustellen; er fand dieNilometer, welche zu diesem Zwecke brauchbar waren,noch in der gewünschten Lage, den einen bei der In-sel Elepliantine mit einer Inschrift, welche zeigte, dafsseit den Zeiten des Kaisers Septimius Severus (193bis 211 nach Chr.), also in etwa 1600 Jahren, sich dieOberfläche des geschwollenen Stromes (und also auchseine Grundfläche) um 2,11 Meter (6,49 par. F.) erhöht

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