Allgemeine Einleitung,
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und die aus der andern Halbkugel (der westlichen) gelegenentunkte dadurch zu bezeichnen, daß man vorn ersten Meridiandach Westen fortgeht, wo man natürlich beim 180sten Grade aufnämlichen Meridian trifft, als wenn man östlich gezählthatte. Liegt also ein Ort ^ 359« östlich von Paris, so istMischen demselben und Paris nach Westen hin nur noch 1«-Neridianunterschied, oder wir würden,, wenn wir von Parisdach Westen gegangen wären, bei 1« westlich den Meridiandes Ortes ^ erreicht haben. Von Rio Janeiro hätte mandach Osten hin noch 45« 35' 49" zurücklegen müssen, um°dm Pariser Meridian zu gelangen; folglich liegt Rio Janeiro,von Pa^is aus nach Westen gezählt, in 45« 35' 49" Länge. Je«ach der Richtung, in welcher man fortgeht, bestimmt man da-gewöhnlich die Lage eines Punktes durch den Ausdruck öst-eche oder westliche Länge (abgekürzt: ö. oder w. Lg.). —haben bisher stets den Pariser Meridian als AnfangspunktZählung des Längen-Abstandes angenommen. In älterenV>ten betrachtete man ziemlich allgemein einen Meridian, deri-d^ch die Insel Ferro, die westlichste unter den kanarischen Jn-«w bei Afrika, gezogen wurde, als den ersten oder als den, dessen)-ange 0« ist, und hiernach sind die meisten älteren und vielefriere Karten eingerichtet. In neueren Zeiten haben viele vonZä Nationen, welche selbst Hauptsternwarten besitzen, die Me-,'^nne derselben als erste betrachtet, und der Franzose zähltL-Ü. vom Meridian der Pariser Sternwarte, der Engländer vonh ^nwich bei London, der Deutsche von Wien oder Berlin,sth Däne von Kopenhagen, der Nord-Amerikaner von Wa-^gton u. s. w. Deßhalb muß bei jeder Längenbestimmung,h?Man in Büchern oder auf Karten findet, angegeben wer-y, - von wo an gezählt worden. In Deutschland ist es nochGewöhnlichsten, den alten Meridian der Insel Ferro als>rii, anzusehen; aber da eine Insel eine gewisse Ausdeh-hat, so ist dieser Ausdruck nicht genau, und man ist da-8st,, übereingekommen, denjenigen Meridian, welcher gradewestlich von der Pariser Sternwarte liegt, als den soge-Meridian von Ferro anzunehmen. Wenn man nunUeridianunterschied der Sternwarten oder ihre geographischest-,, 3° kennt, so ist es leicht, jede Angabe auf Ferro zurückzu-reduciren). Nächst dem Pariser Meridian, welcherritzi, 0" ö. Lg. K. (Ferro) hat, kommt bei uns noch der Me-von Greenwich (spr. Grihnttitsch), besonders aufSeekar-dstf dieser hat 17« 39' 37^" °- Lg. F-, und mittelstWahlen kann man durch einfache Rechnung finden, wie(^ dessen Länge von Paris (Lg. P.) oder Greenwich
ilu,^/-) bekannt ist, gegen Ferro liegt; so z. B. hat Berlin^ 30" ö. Lg. P., also liegt es von Ferro noch um 80«