Allgemeine Einleitung.
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Magnetnadel. Erdmagnetismus.
Die große Wichtigkeit dieses Instruments erfordert einigeErläuterungen. Schon die Alten kannten einige Eigenschaftendes Magnets, d. h. sie wußten, daß der Magneteisenstein,ttn häufig in der Natur vorkommendes Eisenerz von schwarz-illauer Farbe, oder daß auch mit diesem Steine bestochenes Eilen"der Stahl anderes Eisen anzöge. Aber die Polarität desMagnets war ihnen unbekannt, d. h. sie wußten nicht, daß)"des magnetische Eisenstäbchen an seinen beiden Enden oder Po-U entgegengesetzte Wirkungen äußert und dasjenige Eisen mit?s>n einen Pole zurückstößt, was es mit dem andern anzieht;
wußten ferner nicht, daß ein solches Stäbchen, wenn es sichssss bewegen kann, — es sei nun daß es schwimmt oder auf einemstifte oder an einem Faden hängend wagerecht schwebt, — mite>n einen Pol nach Norden, mit dem andern nach Süden zeigt,Urauf eben die Einrichtung und der Nutzen des Compasses be-^ht. . Diese Eigenschaften des Magnets, nebst der Anwendungdie Schifffahrt, sind den Chinesen sehr wahrscheinlich schonMer anderthalb Jahrtausende früher als den Europäern be-sinnt gewesen. Von ihnen' mögen die Araber und von diesen"jeder die handelnden Völker von Europa, namentlich die Jta-«Ner, den Gebrauch des Compasses etwa im 13. Jahrhundert"ssfangen haben. Anfänglich ließ man das durch Streichen"sZnetisirte Stäbchen oder die sogenannte Magnetnadeleinem Stückchen Kork auf Wasser schwimmen; jetzt läßtsie auf einem Stifte ruhend, der sie in der Mitte unter-y wsi, oder an einem Faden hängend wagerecht schweben, umdUUer Hülfe auch bei trübem Wetter und in dunkeln Nächtensts ^"llMgeud, oder bei der Schifffahrt die Richtung des Schif-bestimmen zu können. Eine genauere Beobachtung der Mag-y "«dcl hat aber noch Folgendes gelehrt. Die vollkommen ge-sck^> ^arbeitete Stahlnadel, die völlig wagerecht auf dem Stiftesibt, bleibt nicht in dieser Stellung, sobald sie magnetisirtU sondern senkt den einen und erhebt also den andernDiese Neigung oder Inklination der Magnetnadel">id U der Nähe des Aequators nicht Statt, zeigt sich aber^*"wt immer mehr zu, je mehr man sich den Polen nä-w daß, je weiter gegen Norden sich der Nordpol, und jebvl Esi gegen Süden, vom Aequator aus gerechnet, sich der Süd-dxx 'winer stärker senkt, die Schiffer endlich genöthigt sind,el kleine Gegengewichte anzufügen, um sie im Gleich-^erlt ^ erhalten. Diese Neigung ist so stark, daß sie indet. Ufchdn einen Winkel von 67«/«« mit dem Horizont bil-d. l Einen Punkt der Erde, wo dieser Winkel 90« beträgt,
' wo die Nadel senkrecht steht, nennt man einen mag i?e-