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1 (1846) Allgemeine Einleitung. Pyrenäische Halbinsel. Frankreich, Britisches Reich, Holland und Belgien / [L.G. Blanc]
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Allgemeine Einleitung.

die Parallelen rechtwinklig durchschneiden. Stellt man Mvor, daß das Auge in dem Punkte ruht, welcher dem BerErungspunkt der gedachten Ebene grade gegenüber liegt, wolll>die Erde als durchsichtiger Körper gedacht wird, so erhält ina^die sterevgraphische Projection; ist jener Punkt ein Mder Erde, so erscheinen die Parallelkreise auf der Ebene wiede)als Kreise um einen und denselben Mittelpunkt, die Mertdiane als gerade Linien; befindet sich dagegen das AuAin einem Punkte des Aequators, — und so werden gewöhnMPlanigloben und einzelne Erdtheile construirt, — so erscheinen ^Parallelen wie die Meridiane als Kreise, die jedoch verschiede^Mittelpunkte haben oder nicht concentrisch laufen. Endlich giebes noch eine Projection, welche auch in den Atlassen vorkorMund besonders für Seekarten allgemein gebräuchlich ist, nanimdie Mercator'sche. Während bei allen obigen Darstellung^die Meridiane vorn Aequator nach den Polen zu sich einand^nähern, sind in der nach ihrem Erfinder benannten Mercatol'schen sämmtliche Meridiane, wie die Parallelen, durchrade Linien dargestellt.' Die Meridiane stehen unter allenten gleich weit von einander ab, was, wie wir gesehen habch(s. S. 48 ), auf der Kugel nicht statt findet, und werdentrr rechten Winkeln von den Parallelen geschnitten; dagege"wachsen die Zwischenräume zwischen den Parallelkreisen in de^selben Verhältniß, wie die Entfernungen der Längengrade h»nten abnehmen sollen. Daher erscheinen die Länder hier Eden Polen zu in allen Richtungen hin gleich stark vergrößert'doch behalten sie ihre richtige Form. — Diese Bemerkung^mögen genügen, um sich eine Vorstellung von der Ursache osVerschiedenheiten, welchen wir in der Zeichnung der Lander ^unsern Karten begegnen, zu machen; eine Anleitung zurfertigung der Karten kann in einem Elementarwerke, wie^flvorliegende, nicht füglich gegeben werden. Wer mit den noch,gen mathematischen Vorkenntm'ssen ausgerüstet ^ist, findet,eigenen Werken, besonders mathematisch-geographischen, ^nöthigen Aufschluß darüber. ^

Man hat auch versucht, insbesondere einzelne Gegenden 'Holz, Pappe, Thon, Wachs u. dergl. Substanzen erhaben bchrvlivk) darzustellen, so daß man gleichsam ein Modell eusGegend in verjüngtem Maaßstabe erhält; so z. B. PkU.^Kummer und kürzlich Bauerkellcr. Namentlich, sind solchestellungen geeignet, die Gestalt der Oberfläche, ihre Uncbenbten in Gebirgslandern u. dergl. weit anschavllchcr zuals Karten es vermögen; und seitdem sie weniger kostspielig^worden sind, kommen sie auch allgemeiner in Gebrauch; ^können sie, da sie minder tragbar und bequem zu Handyssind, als Karten, nie die letzteren verdrängen.

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