78 , Allgemeine Einleitung.
Dampf kann sie noch aufnehinen, um so weniger wahrscheinlichist es also, daß das Wasser aus der Atmosphäre herabfalle!'wird. Wir setzen noch ein paar Zahlen her, um den Druckder Dämpfe bei verschiedenen Temperaturen der Luft im Sät-tigungszustande zu erläutern: Bei — 15» N. betragt der Druck0, 57'"; bei — 10": 0,91"'; hei — 5°: 1.44'"; beim Ge-frierpunkte (0«): 2.24'"; bei -p- 5«: 3.41'"; bei Z- 10"'5,10'"; bei Z- 15«: 7,41'"; bei -i- 20«: 10,72'". — Hi"und wieder giebt man auch diese Dampfmenge so an, daß nw"ihr eigentliches Gewicht in einem gegebenen Raume, etwa einer"Kubikfuß Luft, berechnet; dies beträgt z. B. bei 7« undSättigungszustande 6'/g Gran; jedoch ist dies Verfahren weitweniger zweckmäßig.
In neuester Zeit wendet man noch häufiger ein Hygrome-ter an, welches aus zwei Thermometern besteht, wovon dc>^eine mit Musselin überzogen und stets mit Wasser befeuchte»wird. Ist die Lust mit, Feuchtigkeit gesättigt, so kann ke>"Wasser mehr verdunsten, also wird das befeuchtete Thermome-ter eben so hoch stehen, als das trockene; ist dagegen die Lullnicht gesättigt, so verdampft das Wasser und zwar um so mehr,je trockener die Lust ist. Da nun durch Verdunsten Abkühln"!!bewirkt wird, so sinkt das nasse Thermometer und zwar um so tiefestje mehr verdampft; und so läßt sich aus der Differenz der bei-den Thermometerstände und der wirklichen Wärme der Luft be-rechnen, welches der Feuchtigkeitszustand der Atmosphäre istEin solches Instrument heißt ein Psychrometer, d. i. Kälte-messer.
Bestandtheile der Luft. Eudiometer.
Die atmosphärische Luft, welche wir einathmen, ist ke'"einfacher Körper oder Element, sondern ein Gemenge, in wel-chem man 2 Hauptbestandtheile erkennt. Der eine derselbe"'das Orygen oder das Sauerstoffgas (Gas bezeichnet je»stluftartige Flüssigkeit) ist zum Leben der Thiere und Pflanze"nothwendig, denn ohne Sauerstoff wäre kein Athmen mögestDie Erscheinung, daß gewisse Körper (die brennbaren) in ^Luft verbrennen und Licht und Wärme erzeugen, ist eineder chemischen Verwandtschaft des Sauerstoffs zu den meisss'Körpern, d. h. der Neigung, sich mit diesen unter Umständs.zu einem neuen Körper zu verbinden; deßhalb verbrennt stt"brennbare Körper darin mit ungleich größerer Schnelle,iwHeftigkeit als in der gemeinen Luft, und selbst Körper, dieder gewöhnlichen Atmosphäre nur glühen, »die Stahlfeder 'verbrennen im Sauerstoffgas mit dem glänzendsten Licht- ^