Buch 
1 (1846) Allgemeine Einleitung. Pyrenäische Halbinsel. Frankreich, Britisches Reich, Holland und Belgien / [L.G. Blanc]
Entstehung
Seite
597
JPEG-Download
 

>rach^-

M-

ricliß^

Lcicl)'

qeg^'

'leider

n

- ül'^ließß d-r

flützl^

sehtt-

Lan'

hichk^

ch

x U>^

seiner

Nur

>n"L

r>v-l)

s df

Met"

ei<

eine-

r

iähllt-

tt-fzu'

s-r^

qla>'°

-g->'ft,»k; >u>'-l) ?.ßt

'Nstt'!

NÜl'r

.von

!f

ilt si, sc-->

ur»°'

eiflcl/

Hl. Das britische Reich. 597

kür welches die Königinn Margarethe von Anjou, der tapfereWarwick nnd eine Zeitlang selbst Eduards Bruder, der Herzogdvn Clarence, fochten, und zwischen dem Hause Dock, welches mitEduard IV. den Thron bestiegen hatte. Diese, wegen der Feld-zeichen der beiden Häuser die Kriege der rothen (Lancaster) undder weißen Rose (York) genannt, rafften auf dem, Schlacht«fflde, auf Schaffotten und in Kerkern die Blüthe des englischenAdels, die meisten alten und mächtigen Häuser, ja selbst die.Häuser Lancaster und Pork bis auf wenige Personen dahin.Die Königinn Margaretha hatte zuerst das Zeichen zu blutigenHinrichtungen der Besiegten gegeben, und das Haus Dork folgteihrem Beispiele mit unerhörter Grausamkeit. Eduard ließ sei-hen eigenen Bruder Clarence ermorden, und als er selbst nacheinem ausschweifenden Leben gestorben war, schwang sich seinBruder, der an Leib und Seele mißgeschaffene Richard III.,^483 auf den Thron, nachdem er seine beiden Neffen und Mün-^l Eduard V. und dessen Bruder, Söhne Eduards IV., imTower hatte ermorden lassen. Nur S Personen waren noch,§ußer dem Könige, aus den streitenden Häusern am Leben:Elisabeth, eine Tochter Eduards IV., und Heinrich Lancastergenannt Tudor, weil er von väterlicher Seite von Owen Tu-aar, einem welschen Edelmann, abstammte, welcher die WittweHeinrichs V. geheirathet hatte. Heinrich war nach der Brc-Mne entflohen, von wo er mit Ljner geringen Macht, auf denWunsch vieler mit den Grausamkeiten des finstern Richard un-iufriedenen Großen, in Wales landete, großen Anhang fand"Uh. 1485 in der Schlacht bei Bosworth seinen Gegner besiegte,Ah nach einer tapfern Gegenwehr auf dem Schlachtfelde blieb.Heinrich VII. ward sogleich mit der leichten Krone, welche Ri-card in der Schlacht getragen, gekrönt, allgemein als König^erkannt und vereinigte, wenigstens scheinbar, die streitigenZechte der Häuser Lancaster und York durch seine VermählungM Elisabeth von Pork, Tochter Eduards IV. Hier enden die^vßen bürgerlichen Kriege Englands, während welcher zwarUankreich verloren ging, die Sitten verwildert waren, der größteffheil der alten Barongeschlechter ausgerottet ward,. aber auch,so ungewisser Thronfolge, die Stimme des Parlaments au-?Esvrdentllch an Gewicht zunahm, die bürgerliche Freiheit auf-blühen anfing und so die nun folgenden Zeiten der Bildungdes Wohlstandes vorbereitet wurden,i. Nur insofern entsprach Heinrichs VII. Regierung (1485 —^.09) dem Bedürfniß der Zeit, daß er durch UnterdrückungsH Adels die innere Ruhe erhielt; sein unersättlicher Geiz aber,

" Argwohn, mit Grausamkeit verbunden, waren nicht geeig-ia n, die Liebe des Volkes zu erhalten. Zweimal war erErfahr, die Krone zu verlieren. Er hatte den jungen Gra-