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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Frankreich.

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diesen vulkanischen Bildungen gesellet sich eine dritte Form die der Lava.ströme, welche sich von den, noch vollkommen erkennbaren Kraternerloschenen Fcücrbcrge bis auf 5 oder 6 Lieues Entfernung erstre e .Unter den bcmerkenswerthesten Strömen dieser Art, welche dre Anvcrgneauszuweisen hat, sind zu nennen: der Strom von Vvlvic der Clermont,der von einem noch sehr gut erhaltenen Krater auSgefiofsen rst, unv oerLavastrom vorn Pny de la Bache, der vvn einem tiefen Krater herabkam,dessen eine Seitcnwand er völlig zerstörte, während die stchenge-

bliebcne, fast senkrecht in die Tiefe stürzt. Zm Delay mrd V-varars . -den sich ebenfalls viele erloschene Vulkan-Essen, d,e sammilich o woherhalten sind, daß man glauben könnte, erst vor wenigen Zähren nochhätten hier die inneren Kräfte sich Bahn und Luft gebrochen zur Atm-sphäre, obwvl ihre Thätigkeit außerhalb des Kreises hft or s )lieferungen gelegen ist.

Frankreichs Mineral-Erzeügnisse beschränken sich bauptsachsich ausKohlen und Eisen. Die Steinkohlcnformation ist t»r mehreresehr weit verbreitet. Die wichtigsten Gruben finden sich rm Nor - p 'tement, um die Städte Litte und Valencienncs, wv die Minen von Anzln,ein Paar Stunden von der zuletzt genannten Stadt, die ^eulcndsteiund zugleich wegen der dort ausgeführten Betriebsarbeiten und Ma, ,die merkwürdigsten sind. Diese Kohlenlager bilden den westllchel, A -fangspmikt jener großen, 2 Stunden breiten und über SO Stund > gZone, die sich vvm Departement des Pas-de-§alais längs des Nordfußesvon, Nieder-rheinischen Schiefergcbirge bis über Aachen hinaus erstreckt,während die im Departement der Mosel, westlich vvn der preußischenStadt Saarlvuis, in Betrieb stehenden Gruben innerhalb des Gebietesdes Pfalz-Saarbrückischen Steinkvhlengebirgs gelegen sind; als dessen An-nex auch die Gruben im Departement des Haut-Nhin angesehen werdenkönnen. Außer in diesen nördlichen und nordöstlichen Gegenden tritt dieHaupt-Steinkohlen-Formation auch in der Mitte und im Süden vonFrankreich auf: zuerst im Departement Saone und Loire, wo aus ganzbesonders am Creuzvt gefordert wird. Mehr oder minder uvn u r -gernden Gebirgsmassen bedeckt, zieht sie in das Departement ^ ^ >owv bei Decige Stcinkohlengruben im Betrieb stehen; dann m das Allicr-Departement, wo sie sich besonders im Thäte der Queune findet, rn >vei-chem die Gruben von Nvyant, Fins rc. fordern; und zuletzt m das De-partement der Creuse. Die Formation verlängert sich auch über Roanne,Mvntbrison, St. Etienne, Rive-de-Giers in das Departement Löwe unvRhone. Um St. Etienne und Nive-de-Giers wird ein sehr bedeutenderSteinkohlenbau betrieben, der die zahlreichen Hüttenwerke ^eser Sversorgt und außerdem ein ansehnliches Quantum Kohlen ben '

ligen Handel bringt. Von Rive-de-Giers zieht die Haupt-SteinkohleFormation längs des östlichen Fußes der Sevennen, und sie laßt si-ydurch die Departements Ardöche, Gard, H-rault und Aude b:s anFuß der Piräneen verfolgen. Auf dieser Linie sind mehrere W.Betrieb, namentlich in den Umgebungen von Alais, ^

Formation erscheint auch auf dem westlichen Abhang der g Dvrdvanekette, durchschneidet die Departements Tarn, Apepron, ^ / b ^