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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Frankreich.

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Ufern des Mittelländischen Meeres bemerkt man bei Fro,us einen ansehnlichen Forst. Außer diesen großer» Waldungen giebt ev noch mehrerekleinere, so den Wald von St. Germain und Ssnart bei Paris rc. Mansteht aus dieser Nachmeisung, daß die Forsten sehr ungleich über denBoden Frankreichs vertheilt sind, und daß es im ganzen westlichen Thutderen eben so wenig giebt, als in der Provence und an Kustcnterraffedes Languedvc. Weiter unten wollen wir die summarische Große desWaldbvdens angeben, hier dagegen bemerken, daß nur etwa der 14teTheil davon mit Hochwald bestanden ist, so daß der Flachenraum Les-se be,, z^, 268 Quadratlieues anzunehmen ist, wasung^hi den lOOsten^herl von ganz Frankreichs Bodenfiäche ausmacht. Die Winter undie Stieleiche (tznvrens lokur, tj. peäuneulata) bilden den Hauptbaumder französischen Wälder, und ihr Stamm dient hauptsächlich M- Fabri-kation des Stabhvlzes, ihre Rinde zur Gärberei. Die Korkeiche (tZ-«über) wird nur in den Departements Lot-und-Garonne und Landes kui-tivirt, sv daß Frankreich in der Nothwendigkeit ist, Kork aus dem Aus-lande einzuführen. Die Ulme ist ebenfalls sehr weit verbreitet, sie dientvornehmlich zur Einfassung der Landstraßen. Die Vogesen- und^ Jura-Wälder bestehen aus Fichten (p'mus nkies), die der Gaskvnischeu Lücppenaho Kiefern (p. s^Ivsstris), die auch in der Bretagne gefunden werden;die Lärche (U. larix) herrscht auf den Alpen vor, und liefert das Mannavon Briangvn. Der Wachholver (.kuniperns eommnuis) ist in den cen-tralen Theilen der Vogesen ziemlich gewöhnlich, und die Eberesche (KordussrceripLiin,) gedeiht vortrefflich auf Kreideboden und bildet in den Vogesenganze Wälder, wo ihre destilliere Frucht das Kirschwasser giebt, währendihr röthliches Holz zur Tischlerei benutzt wird. Der Kastanienbanm(Oastaiwa vesea) liefert, außer dem Gebrauch, den man von seiner Fruchtmacht, eine große Menge Stab- und ein vortreffliches Bauholz. Ohnevon mehreren andern Baumgcwächsen zu sprechen, deren Laub im süd-lichen Theil des Landes zur Nahrung des Viehs, oder deren Holz zurTischlerei oder zur Färberei dient, wollen wir nur des MaulbeerbaumslMorus aibu) gedenken, der in Sndfrankreich ein Gegenstand sehr sorg-fältiger und ausgedehnter Kultur ist, besonders in den DepartementsGard, Vaucluse und Basses-Alpes, minder in den Departements Var,Bouches-du-Rhvne, Drvme, Ardäche und Lozöre; man berechnet die Zahlder Manlbeerbäume auf 5,760,vttv Stämme. Sonst war die Kulturdes Ölbaums (Olea suropssa) weit ausgedehnter, als jetzt, nachdem derstrenge Winter von 1789 große Verheerungen in dieser Kultur ange-richtet hat. Man zählt in Frankreich nicht weniger als 24 Varietätendieses Gewächses. Am geschätztesten ist das Öl, welches auf der Ebenevon Salon bei Aix geärntct wird, von geringerer Qualität ist das Ölaus dem Drome - Departement. Der Kapperbaum (Oapparis spinös»)wächst überall auf den Felsen der Provence. Frankreichs Obstkultur istausgezeichnet und weit verbreitet. Zu den vorzüglichsten Obstsorten ge-hört die Pflaume, welche unter dem Namen Reine-Claude bekannt ist,hie Pfirsiche von Montreuil und der Gutedel (Okassslas) von Fontame-bleau. Die Birne und der Apfel werden im Großen in den Departe-ments Seine-infvrieure, Eure, Calvados, Manche, Orne, Jlle-u.-Vmme