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Europäisches Staatensystem.
und Summe gebaut und zu einem, in diesen Departements verbrauchtenGetränk, dem sogenannten Cydcr und Poiroe (Apfel- und Birnwcin)benutzt, die eine» nicht unwichtigen Handelsartikel abwerfen. Die Pflaumeist ebenfalls ein Gegenstand ausgebreiteter Kultur, vornehmlich in denDepartements Judre-und-Loire und Avcprvn, und ganz besonders be-rühmt sind die Backpflaumen von Tours, Agen, Brignolles rc. GroßeKirschcnzucht wird in der Limagnc, im Thal von Montmorency rc.betrieben.
Von ausgezeichneter Güte sind die Wiesen in den GebirgsgegendenFrankreichs, namentlich in den Vogescnthälern, die sich gegen den Rheinund die Mosel offnen, in den Ardennen und auf der Cöte-d'Or. ImInnern und im Süden von Frankreich bilden die Departements Pny-de-Döme, Cantal, Lozöre, Ardeche und Correze, so wie das ganze Limouffngleichsam eine einzige Wiese, die durch Bergrücken gespalten/ und nurhie und da auf den Vergebenen von einzelnen Buchweitzcn- und Roggen-Feldern unterbrochen ist. Einige Gegenden Flanderns und der Nvrman-die zeichnen sich ebenfalls durch schöne natürliche Wiesen aus, und dieWiesen der Insel Camargue, an der Rhone-Mündung, sind !m ganzenSüden von Frankreich berühmt. Der künstliche Wiesenbau hat in denneuesten Zeiten eine große Ausdehnung gewonnen.
Einige Gebirgsgegenden sind fast durchaus unfruchtbar, so die Alpender Dauphinoe, die Piräneen, ein großer Theil der Abhänge des Jura,der Vogesen, der Gebirge Hochfrankreichs, wo ein kreidiger, sandigerund trockener Boden sich kaum mit einer dünnen Rasendecke, mit einemGinsterstrauch, mit einigen Junceen und Ericecn bedeckt. Diese Unfrucht-barkeit wiederholt sich auch in den niedrigen Gegenden Frankreichs, inden Haide - Landschaften (kin^äres) der Bretagne und in den Steppen(I-emäes) der Gironde und desjenigen Departements, welches nach ihnenseinen Namen trägt. — Hier kämpfen ein Paar Pflanzen unaufhörlichgegen den Flugsand, den man jedoch durch Anbau langwurzligcr Ge-wächse, als Carep- und Ginster-Arten, wie durch Pflanzung von Kie-fern und Fichten, zu befestigen sucht, was auch theilweise gelungenist. In diese Categvrie muß auch derjenige Theil der Champagne ge-rechnet werden, der unter dem Eckelnamen der lausigen (pauilleuso) be-kannt ist, und im Orlsanais die Solognc, welche durch verschiedeneUrsachen zur Unfruchtbarkeit verdammt zu sein scheinen.
Die Kultur des Weinstvcks, dessen Naturalisation in Frankreich mandem Kaiser Prvbus zuschreibt, hat nicht die Verbesserung erfahren, derensie fähig ist, ja sie ist vielleicht eher rück- als vorwärts geschritten. Manrechnet ungefähr 25V Varietäten, und davon werden, — wie bereitsfrüher in diesem Werke ausführlich nachgewiesen wurde (Ul. Bd. S. 246 ff.)und daher hier nur kurz wiederholt werden darf, — in die erste oderbeste Klasse gestellt: unter den Weinen der Champagne, die weißen vonSillery, Ay, Mareuil, Hautviller, Pierry, Dity und Clozct; in Bur-gund, der weiße Montrachct, die rothen Weine von La Nomanee-Cvnty,Chambertin, Richebourg, Clos-Vougcot, La Romanoe de St. Vincent,La Lache, Clos St. George und Prvmau, Musigny, Clos du Tart,Bonnes-Marnes, Clos de lq. Röche, Vvroitles, Clos Moxjot und St.