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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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50
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so

Europäisches Staatcnsystem.

gegen außerordentlich gewachsen: 1817 wurden davon nur 47,084 Litersan's Ausland verkauft, 1836 aber 2,670,655 Liters. Man schätzt dieAnzahl der Winzer auf 2'/» Millionen, und den innern Verbrauch anWein auf 36°/» Millionen Hcctolitcrs, wovon in cilf Städten auf jedenBewohner jährlich IIO—150 Liters, in ncunundzwanzig 150—200, inzehn 200—250, in sieben 250—300, in einer Stadt, Larvchcllc, aber300—350, und in Mont-de-Marsan sogar 400 Liters kommen, währendder Pariser im Verhältniß jährlich 183'/? Liters Wein trinkt.

Frankreich ist vornehmlich ein ackerbautreibendes Land, das, wennman den Raum ausschließt, welchen Flüsse, Straßen, unproduktive Lie-genheiten einnehmen, mehr als die Hälfte feiner Bodcnfläche ausschließ-lich dem Getreidebau gewidmet hat. Die wagerechte Lage der Oberflächedes Bvdens ist, unabhängig von den Bedingungen der Fruchtbarkeit,eine der Eigenschaften, welche die Kultur der Cerealicn im Großen be-günstigt. Man darf nur die gcraümigen Ebenen Flanderns, der Picardieund Normandie im nördlichen Frankreich, in der Mitte die Flächen derBeauce im heutigen Departement Enre-und-Loir, einen Theil des Berryund der Tonraine und am Fuß des Puy-de-Dome die Limagne anführen,um die ergiebigsten, fruchtbarsten Kvrnlandschaften Frankreichs zu nennen.Eben dasselbe gilt, obwohl in etwas geringerem Grade, von den Depar-tements, in deren Mitte Paris liegt, ferner von den DepartementsMarne, Hant-Rhin, Bas-Rhin, Mvselle, Cote-d'Or, Saone-und-Loircund Zsöre. Zm Westen des Landes bemerken wir die DepartementsMaine-und-Lvire, Loire-införicure, Charente-inforieure und Dvrdogne. ImSüden zeichnen sich im Flachlande die reichen Departements Lot-und-Garonne, Gers, Tarn, Haute-Garonne, Tarn-und-Garonne und Audeaus, welche als die Kornkammer des südlichen Frankreichs anzusehen sinv.Die Weitzenärnte giebt ein jährliches Quantum von 61 Millionen Hcctv-liter oder 111 Millionen Berliner Scheffeln. Weitzen ist dasjenige Ge-treide, welches am meisten gebaut wird, aber auch der Roggen unterliegteiner lebhaften Knltur, namentlich in den Departements Somme, Aisnc,Marne, Jsvre, Puy-de-Dome und Marne-und-Loire. Man baut ihnvornehmlich auch auf leichtern, Boden in den Departements Creusc,Haute-Vienne, Allier und Loire, und gewinnt jährlich 26°/» MillionenHektoliter oder 48'/, Mill. Bert. Scheffel, außer dem Mischkvrn (metei!)aus Weitzen und Roggen, dessen Ärnte auf 11'/- Mill. Hektoliter oder20'/, Mill. Berl. Scheffel veranschlagt wird. Der Mais wird im Großenund vorzüglich in den Depart. Basses-Pprvnves und Landes kultivirt,und liefert jährlich 6'/, Mill. Hektoliters, mit der Hirse 12°/, Mill.Hektoliters oder 23 Mill. Berl. Scheffel. Von Gerste werden 14'/, Mill.Hektoliters oder 26'/, Mill. Berl. Scheffel gewonnen. Der Hafer wirdam meisten in den nördlichen Departements gebaut, mit Ausnahme desschweren Bodens im Pas-de-Calais, wo man nur etwa den zehnten Theilder Ärnte der benachbarten Departements gewinnt; ferner in den Depart.Orne und Jlle-und-Vilaine, im Orleanais, Berry, in der Marche, imBourbonnais, Limousin und in den Vogesen. Der jährliche Ertrag wirdauf 33'/» Millionen Hektoliters oder 61'/- Mill. Berl. Scheffel berechnet.Der Buchweitzen wird nur in dem magersten Boden des gebirgigen und