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Eüropäisches Staatensystem.
wcesser-Fischen ist kein Mangel; die Ströme nnd Flüsse haben den Lachs,den Karpfen, den Hecht, den Aal rc., und die Teiche dienen abwechselndals Fischweiher und zum Kornbau, vornehmlich im Ain-Departemcnt.
Uuter den nutzbaren Wcichthieren wollen wir nur die grüne Austeranführen, die nirgends auf der Erde besser gefunden wird, als in Ma-rcnnes, und die weiße Auster der Manche und des Calvados, mit derdie Hauptstadt Paris versorgt wird. Die Schnecke, welche man in fastganz Frankreich verabscheut, bildet in einigen andern Ländern einen ge-suchten Berzehrnngsartikel: die Saintonge hat davon in maneben Jahrenschon für 28,»00 Fr. ausgeführt und ihre Waare sogar bis nach denAntillen geschickt. Den Bpssus der Stcckmnschel hat man zu einem sehrfeinen Gewebe benutzt. Endlich sind unter den Schaalthieren die Krab-ben, Krebse, Hummern u. s. w. als nutzbare Artikel der natürlichen Pro-dukte Frankreichs aufzuzählen.
Von nutzbaren Insekten hat es eben keine große Menge auszuweisen.Was die Biene anbelangt, und den Honig, den sie liefert, so gewinntderselbe bekanntlich an Güte, je trockncr und wärmer die Gegenden sind,in denen das Insekt auf den aromatischen Blumen umhcrscbwärmt-. darumist der Honig von Narbonne so berühmt, obwohl derjenige, welcher ineinigen der benachbarten Departements gewonnen wird, ihm wenig nach-steht. Die Kanthariden sind gewöhnlich und bilden einen produktivenHandelsartikel, was auch von dem Gallinsekt gilt, und der unechtenKoschenille, während die echte Koschenille sehr wohl im Klima der Pro-vence gedeihen konnte, wenn man ihr mehr Sorgfalt widmen wollte.Die Blutegel bedürfen, trotz der nngcheürcn Menge, welche Frankreichhervorbringt, zahlreicher Versuche, um ihre Fortpflanzung sicher zu stel-len; große Massen dieser Anneliden gehen aus Frankreich nach denmeisten europäischen Kolonien, wo das Stück mit einem Piaster bezahltwird. Ein einziges Hospital in Frankreich hat über hunderttausend StückBlutegel während eines einzigen Jahres verbraucht. Die Zucht desSeidenwurms hat in Frankreich sehr abgenommen. Unter Ludwig Xl.wurden die ersten Manlbcerbanme in den Umgebungen von Tours ge-pflanzt, später sah man sie noch bei Lyon, jetzt überschreiten sie kaumdie Gränzen von Dauphino. Man schätzt das Quantum roher Seide,welches jährlich gewonnen wird, auf 5,260,800 Kilogramme, oder, nacheiner andern Angabe, auf 3 Millionen Pfund, als Produkt von 36 Mil-lionen Cocons, und 10,808,088 Raupen. An schädlichen Insekten istFrankreich nicht arm; wir wollen nur des Skorpions und der Tarantelgedenken, über die man so viele fabelhafte Geschichten verbreitet hat, nndzweier andern Insekten, die vor nicht gar langer Zeit aus Indien nachFrankreich verpflanzt worden sind: eine Blattlaus, welche die Apfel-baüme zerstört, und die Termite, die in den Bauhölzern der Sec-Arsenälegroße Verwüstungen anrichtet.
Doch es ist Zeit, auch ein Paar Worte über die Hauöthicre unddie Viehzucht zu sagen.
Frankreich ist eines der Länder von Europa, was sich ganz vorzüg-lich zur Pferdezucht und zur Erziclung einer guten Race eignet; alleines ist darin doch, trotz seiner 27 Gestüte, die aus Staatskosten unter-