Frankreich.
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unterhalten wurden. Davon waren 63v Rvutes royales, d. h.: Straßen,welche aus allgemeinen Staatsfonds gebaut werden (und die in dreiKlassen zerfallen, von denen die Straßen der ersten Klaffe 42 Fuß, dieder übrigen 36 Fuß breit sind), 1381 Rvutes dopartementales, Straßen,die aus den Fonds der Departements unterhalten werden, und 468,527Chemins vicinau.r, deren Bau und Unterhaltung den Gemeinden, welchesie durchschneiden, obliegt. Diese Straßen hatten eine Länge, und zwardie Rvutes royales von 34,511,876»», die Rvutes dvpartemcntales von36,578,563-», und die Chemins vicinaux von 771,458,790-»; die Ge-sammtlänge aller gebauten Landstraßen betrug demnach 842,549,229-» oder113,550 d. Meilen. Die größte Landstraßcn-Länge besitzt das Departe-ment der Deux-Sevres, nämlich 32,976,420-», die geringste das Depar-tement der Seine, nämlich 771,327-». Dieses Departement ist aber auchdas kleinste von allen Departements, während die Deu.r-Sevres nochunter der Mittelgröße zurückbleibt, ein Beweis, daß hier ein großerGemcinsinn für die Herstellung der Kommunikationen vorwaltet, denndie Rvutes royales und dvpartementales nehmen in diesem Departementun jener Zahl nur mit einer Länge von 580,950-» Theil. Zm Ganzengenommen sind Frankreichs Landstraßen in gutem Stande; wie ihre Be-schaffenheit am 1. Januar 1837 war, und welche Kosten aus ihremBau und ihrer Reparatur entstehen, zeigt nachstehende Übersicht:
1- Rvutes Royales.
Mde waren: Länge. Kosten.
Fr. jährlich.
'1) In gutem Stande waren ^
: Länge.
Kosten.
») Gepflasterte Straßen.
. 3,134,343-»
2,569,707
b) Chaussirte Straßen .
. 21,582,813
11,062,918
2) Neparirt mußten werden:
») Gepflasterte Straßen.
746,661
17,123,332
Ir) Chaussirte Straßen .
. 5,105,617
38,517,378
3) Neübauten waren erforderlich:
n) Gepflasterte Straßen.
175,136
7,733,253
K) Chausseen ....
. 3,767,306
71,391,448
" Von den Rvuteö departementales waren
1) Im guten Stande . .
. 22,228,007«
2) Rcparirt mußten werden
. 5,214,306
3) Neübauten waren erforderlich 9,136,250 ^
Faßt man die Wasserstraßen, natürliche und künstliche, und die Land-siraßcn zusammen, so ergiebt sich, daß Frankreich im Anfange des Jahres1837 von einem Ksmmunikativuennctz bedeckt war, welches eine Ent-wicklung von 855,213,568-» oder 115,230 d. Meilen darbot.
Dazu kommen noch die Schienenwege, oder Eisenbahnen, derenFrankreich im Jahre 1838 bereits sieben besaß, mit einer Gesammtlängevrn 270,767-» oder 36'/, d. Meilen, ausschließlich der Bahn von Parisnach St. Germain. Diese Schienenwege sind:
1) Die Bahn von Saint-Etienne nach Lyon, in den Departementsoire und Rhone. Sie ist 58,000-» lang und geht über St. Chamond,Rive-de-Gier und Givors, wo sie das Rhoncthal erreicht. Sie dient8tzm Transport der Steinkohlen von Saint-Etienne und Rive-de-Gier,>e theils in Lyon und den Umgebungen verbraucht, theils nach dem