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Eüropäisches Staatensystem.
Süden von Frankreich auf dem Rhone, und nach dem Norden auf derSaone weiter verführt werden. Für jene Bestimmung werden sie in Givors,für diese in Perrache eingeschifft. Andrer Seils werden St. Etienne undUmgebungen von Lyon aus mit Consumtions-Artikeln, Korn, Mehl,Wein, Salz, Colonialwaaren rc., so wie die dortigen Hochöfen, Hammer-werke, Glashütten rc. mit dem rohen Material ihrer Industrie versorgt.Die Bahn hat von Saint-Etienne bis Rive-de-Gier eine gleichförmigeNeigung von 14« auf 1000 « Länge, von da bis Givors 6 "» auf 1000 ",überhaupt beträgt das Gefälle bis an den Rhone 363'», während in die-sem Thale die Bahn bis Lyon 7"> Steigung hat oder 2 " auf 1000 ".Das Anlage-Kapital dieser Bahn belief sich am 3V. April 1835 aus14,873,000 Fr., ihre Unterhaltungskosten sind auf 508,000 Fr. berech-net, wovon 282,000 Fr. auf die Bahn selbst, und 226,000 Fr. auf dasMaterial fallen. Der Dienst auf dieser Bahn erfordert jährlich 1,090,000Fr., und zwar für Waaren-Transport und an allgemeinen Unkosten892,000 Fr., für den Transport der Reisenden, deren jährlich im Durch-schnitt 165,000 gezählt werden, und an besondern Unkosten 198,000 Fr.Vor Anlage dieses Schienenweges sehte St. Etienne jährlich 25'/? Mill.Kilogr. Steinkohlen nach Lyon ab; jetzt gehen 350 Millionen Kilogr.eben dahin, und zwar sendet St. Etienne selbst 173 Mill., St. Cha-mond 63 Mill., Rive-de-Gier 113 Mill., endlich sendet Givors ein Ge-wicht von 1 Mill. Kilogr. an Waaren nach Lyon. Auf der Bergfahrtschickt Lyon jährlich 36, und Givors 29 Mill. Kilogr., überhaupt werdenalso 65 Mill. Kilogr. aufwärts verfahren. Der Netto-Ertrag dieserBahn ist vom Personen-Transport 220,000 Fr., vom Güter-Transport407,000 Fr>, anderweitige Erträge geben 106,000 Fr., daher jährlicherNctto-Ertrag im Ganzen 733,000 Fr. Nachdem die Anlage durch königl.Ordonnanz vom 7. Zuni 1826 genehmigt war, wurde das erste Drittelder Bahn, von Rive-de-Gier bis Givors, am 30. Juni 1830, und dieganze Linie am 1 . April 1833 für den Verkehr eröffnet. Diese ersteEisenbahn Frankreichs steht in Verbindung mit derjenigen, welche vonSt. Etienne nach Andregieux führt, die ihrerseits mit der Loirebahnverzweigt ist. Es gehört zu ihr die Brücke La Mulativre in Lyon,über welche die Bahn und die Route Rvyale von Toulouse führt; danneine Ladestelle auf der Landzunge Perrache in Lyon und eine Menge vonGebilden, Bahnhöfen, Magazinen rc. in St. Etienne, St. Chamond,Nivc-de-Gicr, Givors und Lyon.
2) Die Eisenbahn von Alais nach Beancaire, im Gard-Departe-ment. Sie berührt die Stadt Mmcs und dient, auf der Thalfahrt, zumTransport der Braunkohlen und Eisen-Produkte des Bassins von Alaiszum wettern Verführen auf den Wasserstraßen von Südfrankreich unddem Mittelländischen Meere; auf der Bergfahrt zum Transport vonKolonialwaaren, Getreide, Salz. Wein, Branntwein, Bauholz, zumVerbrauch in den Scvennen bestimmt. Die Länge dieses Schienenwegesbeträgt 69,254"; ihr Gefalle schwankt zwischen 0 und 3'/,"» auf 1000"'Länge, bis auf eine Rampe von 6 " und zwei schiefen Ebenen von 12"bei Mmes, und 7" bei Beaucaire. Die ganze Neigung ist 120", 71 .Diese Bahn, welche durch Königl. Ordonnanz vom 29. Juni 1833 zeuch-