Buch 
5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
Entstehung
Seite
108
JPEG-Download
 

108

Europäisches Staatensystem.

'die Kontrakts- und Materialkosten 274,685 Fr. Die Unterhaltungs-kosten belaufen sich auf 12,000 Fr. Diese Bahn wurde am i. Januar1828 conccsstonirt und am 26. Februar 1833 eröffnet. Sie hat bishereinen Ertrag von 325,862 Fr. gegeben.

6) Die Eisenbahn von Roanne nach Andrvzieux beginnt bei der

zuerst genannten Stadt am Ufer der Loire und schließt sich bei der Que-riiriöre an die vorige Bahn Nr. 5. Sie berührt auf ihrer, ganz imDepart. der Loire liegenden Linie das Städtchen Feurs und ist 67,000'"lang. Zu der Ebene des Forez wechselt ihr Gefalle zwischen und

O"»,«»» auf einem Metre, die geneigte Ebene von La Qucrillisre hat einGefalle von O"»,»^ auf 887»". Am Ende der Ebene von Forez hat dieerste schiefe Fläche 1900"' Länge und O"»,^ Neigung; die beiden geneig-ten Ebenen von Neuclise, im entgegengesetzten Sinne, sind jede 2,200"»lang, mit Neigungen von 0"-,„z und O"»^. Das Planum von Buisist 800"- lang und 0"»,„ geneigt; von da führt ein Gefälle von O"',^ indie Ebene von Roanne, wo die Neigungen zwischen I und 3""» wechseln.Die Anlagckostcn haben 6 Millionen betragen, oder ein laufender Metre90 Fr. gekostet. Die Unterhaltung kostet monatlich 3500 Fr., die Aus-gaben für den Dienst betragen monatlich 25,000 Fr. Jährlich werdenauf dieser Bahn 24,000 Personen und 36,000 Tonnen befördert, derErtrag ist 372,000 Fr. Sie wurde im Jahre 1828 genehmigt und 1832eröffnet.

7) Die Eisenbahn von Paris nach St. Gcrmain, zum Personen-Transpvrt der Pariser Spazierfahrer bestimmt; und in dieser Beziehungwird ohne Zweifel das Anlage-Kapital sehr gute Zinsen tragen. An dieseBahn werden sich bald zwei Bahnen von Paris nach Versailles anreihen.

Großartige Projekte hat man im Sinn: es sollen Eisenbahnen erbautwerden, die in Paris ihr Centrum haben und nach allen Richtungen andie Landesgränzcn laufen: — Nach Havre de Grace über Roucn, nachLille, Valenciennes und Calais, nach Ltzvn und Marseille, nach Straß-burg, nach Nantes, Bordeaux und Bayonne. Was von diesen Projekten.zur Ausführung kommt, muß die Zeit lehren.

Vielleicht ist es nicht uninteressant, hier eine Nachwcisung von dengrößer» Brücken, welche aus den Landstraßen Frankreichs sind, zu finden.Brücken, von 20"- und mehr Länge zwischen den Widcrlagen, gab es imJahre 1836 auf den Routes rvyales und dopartementales 1663, undzwar 1189 steinerne, 296 von Stein und Holz, 93 hölzerne und 85eiserne. Die längste unter den eisernen Brücken führt bei Beaucaireüber den Rhone; sie ist 445"',SI zwischen den Widcrlagen lang und 6'", 7 ,zwischen den Parapeten breit; gebaut wurde sie 1829. Im Jahre 1803gab es in ganz Frankreich erst eine einzige eiserne Brücke; dagegen wur-den in jedem der drei Jahre 1883—1835 13 Brücken von Eisen erbaut.

Der innere Verkehr Frankreichs koncentrirt sich eigentlich in derHauptstadt, welche, mit all' ihren Ansprüchen auf Genuß, die Gesammt-herrschaft über das ganze Land behauptet, der sich die Franzosen still-schweigend unterworfen haben. Nichts desto weniger hat das Bedürfnißvon Millionen auch an andern Punkten Vereinigungsvrter des Aus-tausches nothwendig gemacht; und so sehen wir stark besuchte Messen