Frankreich.
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wirkliche und 1» freie Mitglieder zählt. Das Institut ernennt -Associesim Anlande, und, mit Ausnahme der französischen Akademie, Korrespon-denten im Auslande. Es vertheilt durch mehrere seiner Abtheilungenjährlich Preise, im Besondern die Akademie der schönen Künste Preisein der Malerei, Bildhauer-, Bau- und Kupferstecherkunst, in der Art,daß die Preiserwerbcr zur Fortsetzung ihrer Kunststudien nach Rom ge-schickt werden und daselbst mir einem Staatsstipcndium fünf Jahre langverweilen. -- Die Königl. Akademie der Medizin, welche, wie das In-stitut von Frankreich, in Paris ihren Sitz hat, besteht aus drei Abthei-lungen: der Medicin, der Chirurgie und der Apothekerkunst.
Es giebt in Paris königl. Specialschulen der schonen Künste, mathe-matischen Wissenschaften und des Zeichnens zur Verbreitung der Kennt-nisse in den mechanischen Künsten, in der Musik und Deklamation; dem-nächst eine königl. Reitschule und vor allen ein großes königl. Gewerbe-Institut (evnsvrvnlvirv üos arts et mvtiers), das in drei AbtheilungenZerfällt: in die Vorbereitungsschule («evl« prvparatoirs äes urts ei me-lier«), die höhere Gewerbeschule (veole ä'npplication sie« evnn-üss-mees^oivotiligues) und das Gewerbe-Museum (lVlnsee inünstriel), enthaltend^ne außerordentlich reiche Sammlung von Maschinen, Apparaten, In-strumenten und Modellen, ein Zcichnungen-Kabinct und eine Bibliothek;äüglejch wird in diesem Museum freier Unterricht im Maschinenzeichncnan Gewerbtreibende ertheilt. Mit diesem Hauptgewerbe-Institut stehenin Verbindung die königl. Gewerbeschulen zu Chalons-sur-Marne undAngers, so wie die Lamartiniöre-Schnlc zu Lyon. Für das höhere Stu-dium der Naturgeschichte besteht in Paris eine große Anstalt, die berühm-teste in der Welt (Nusvv ä'kistoiro naturelle), mit der der botanischeGarten lgsräin stss plantvs), eine große Menagerie, zoologische und mi-neralogische Sammlungen, Herbarien, ein Kabinct für die vergleichendeAnatomie u. i. w., verbunden sind, und woselbst die berühmtesten Na-turhistoriker Frankreichs öffentliche Vorlesungen halten. Ebenso berühmtist die königl. polytechnische Schule zu Paris. Unter den Lehranstaltenfür besondere Berufszwecke müssen wir ferner noch anführen: die Thicr-arzncstchulen zu Alfort und Lyon, so wie die analoge Unterrichts-Anstaltfür das Studium der Krankheiten bloß des Rindviehs in Toulouse; —die königl. Land-, Wasser- und Wegcbauschule («eolv äes ponts st ekaus-sötzs) zu Paris, so wie die Bergwerksschule (vovlv ävs mines) eben-daselbst; kleinere Bergbauschulen, insbesondere zur Erlernung des prak-tischen Dienstes, bestehen in St. Etiennc, Geislautcrn und Pezay.
Für den Unterricht der Seeleüte ist sehr reichlich gesorgt, sowohl^as die Kriegs- als die Kaufsahrteistotte anbelangt. Es giebt ein königl.Marine-Kollegium zu Angoulöme; eine Schiffsbauschule zu Paris; eine^pecialschule des See-Jngenieurwesens zu Brest; zwei Marine-Artillerie-ichulen zu Tvulon und Loricnt; drei Kompagnien Marinczöglinge zurest, Rochcforr und Tvulon; dreizehn große Navigationsschulen zu Töri-nn, Marseille, Cette, Bayvnne, Bordeaux, Rochcfort, Nantes, Loricnt,erst, St. Malo, Caen, Le Havre und Dünkirchen, und dreißig Steücr-mannsschulen zu Antikes, Agde, St. Tropez, Arles, Martigues, Nar-"o«ne, Collroure, Sables-d'Olonne, Abvurne, La Röchelte, La Ciotat,