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Eüropäisches «staatensystem.
St. Jean de Luc, Bannes, Paunboeuf, Le Croisic, Andierne, Treguier,St. Pol-de-Levn, Quillebveuf, St. Brieux, Morlai'r, Granville, Hon-fleur, Cherbourg, Rvucn, Dieppe, Föcamp, St. Valery-sur-Somme,Boulogne und Calais. — Für den Unterricht und die Ausbildung desKriegerftandes überhaupt, wie der gelehrten Waffen im Besondern, istebenfalls sehr viel geschehen. Außer der polvtechnischen Schule, derenZöglinge vornehmlich in die Armee eintreten, bestehen Artillerie-Schulenzu Rennes, La F-sre, Straßburg, Toulouse, Douai, Metz, Auponneund Valence; jedes der in Arras, Montpellier und Metz garnisoniren-den Pionier-Regimenter (rvZimons cln hat seine Regimentsschule,
und es giebt eine höhere Artillerie- und Ingenieurschule zu Metz, undähnliche Unterrichts-Anstalten für die militärischen Ingenieur-Geographenund für Generalstabs-Offiziere zu Paris. Außerdem bestehen: eine Spe-cialschule zu St. Cyr, eine Vorbcreitungsschulc zu La Flöche, eine Ka-vallerieschule zu Saumur und ein militärisches Nvrmalgymnase (Turn-anstalt?) zu Paris. — Für jene unglücklichen Mitbrüder, welche blindoder taubstumm geboren werden, haben Menschenfreündc in Frankreichdie ersten Unterrichts-Anstalten angelegt, die in andern Ländern erfolg-reich nachgeahmt worden sind.
Unter den Beförderungs-Anstalten der geistigen Kultur behauptendie Bibliotheken den ersten Rang. Frankreich hat diesem wichtigen Zweigeder Volksbildung stets eine große Pflege angedeihcn lassen; es giebt 278öffentliche Bibliotheken, von denen 40 zu Paris im Jahre 1832 eineGesammtzahl von 1,450,0V« Bänden, 49 größere in den Dcpartements-Hauplstädten oder Sitzen der Akademien 2,950,000 Bande, und die 189kleineren Bibliotheken in den Departementsstädten gegen 2 Millionenenthielten, so daß der öffentliche Bücherschatz die ungeheüre Zahl von6,400,000 Bänden darbot. Die königliche Bibliothek (Uibliotlrvgnv äup,ni) zu Paris ist die größte Büchersammlung in der Welt: — Im Jahre1822 zählte sie 450,000 Bände in alten Formaten; 450,000 Broschüren,Flugschriften, Dissertationen, die theils bandweise gebunden waren oderin Mappen und Futteralen aufbewahrt wurden; 80,000 Manuskripte,unter denen sich die gedruckten Schriften der morgenländischcn Literaturenbefanden; 1,200,000 Urkunden, Diplome u. s. w.; 6000 Bände undMappen mit 1,200,000 Kupferstichen. Diesen Gcsammtschatz berechnetBalbi auf 605,000 Bände und bringt ihn nach seinem Stande im Jahre1833 auf 706,000 Bände, indem die Bibliothek in den eilf Jahren von1822—1833 durch Ankauf auf Auctionen und im Auslande mit 36,000Bänden, durch die Erzcügnisse der französischen Presse um 63,000 Bände,und im Kupferstich-Kablet um bejlaüfig 2000 Bände vermehrt wurde.Unter Einen Gesichtspunkt gestellt, ergiebt sich, nach Schubert's Angaben,-ie nachstehende Übersicht der größten
Bibliotheken Frankreichs.
Bände. Hnndschrfft'en-
k Königliche Bibliothek . 706,000 mit 80,000
) Bibliothek des Arsenals. . . . 150,000 und 5,oo«
Pans. < Bibliothek in der St. Geneviove . 110,000 „ 2,000
' Bibliothek Mazarine. . . . . 92,000 » 3,437