Frankreich.
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Bände.
/ Bibliothek deS Instituts ...... 50.000
^ Bibliothek des Staatsraths i . . . . 30,000
i Bibliothek der Dcputirtenkammer . . . 30,000
Paris. < Bibliothek der Pairskammer ..... 25,000
t Bibliothek der medicinischen Akademie . . 25,000
i Bibliothek der Invaliden. 20,000
' Stadt-Bibliothek. . . ..15,000
Lyon, königliche öffentliche Bibliothek ...... 120,000
Bordeaux, desgleichen. 105,000
Marseille, desgleichen. 95,000
Aix, desgleichen. 82.600
Rvucn, desgleichen. 70,000
Metz, desgleichen. 69,000
Besanyon, desgleichen .. 63,000
Straßburg, desgleichen. 60,000
Nancy, desgleichen.. . 50,000
Diese bedeutenden Bücherschätze tragen nicht wenig zur Beförderung undVerbreitung der geistigen Kultur überhaupt, wie der gelehrten Studien'n, Besondern, bei, indem dieselben mit großer Freisinnigkeit dem öffent-lichen Gebrauch dargeboten werden. Auch an Privat - Bibliotheken istFrankreich nicht arm, obwohl es deren nicht so viele und bedeütendezählt, als England und Deutschland. Au der Spitze des Anbaus derAstronomie steht das königliche Observatorium zu Parts, eine der ältestenund berübmtesten Sternwarten i» der Welt; mit ihm ist das Längen-Büreau (kurvau äos looKituckos) verbunden, dem die Berechnung undHerausgabe der astronomischen Kalender für den Gebrauch im Allgemei-nen, wie der Seefahrer im Besondern, obliegt. Mit den Navigations-schulen in den Hafenplätzen sind Sternwarten verbunden, ebenso mitmanchen Akademien, so in Montpellier, Toulouse; und der Geschmack fürdie Erweiterung der Himmelskunde ist so allgemein verbreitet, daß anvielen Punkten Frankreichs Privat-Sternwarten mit den ausgesuchtestenInstrumenten ausgerüstet sind.
Wie alle diese Sammlungen für die Pflege der Wissenschaften undder Gelehrsamkeit sorgen, so auch ähnliche Sammlungen, Museen, Kabi-nette n. s. w. für die artistische Kultur. Wir führen in dieser Bezie-hung nur die große Kunstsammlung im Louvre zu Paris und das Na-tivnal-Museum zu Versailles au. Hierher gehören auch die antiquarischenund archäologischen Sammlungen, deren es, außer in der Hauptstadt, insehr vielen Prvvinzial-Hauptstädten giebt, u. a.: in Lyon, Marseille,Nimcs, Valence, Viennc u. s. w. Die artistische Bildung hat die Fran-zosen nur in einzelnen Zweigen der schönen Künste cxcclliren lassen, undos tritt bei ihr der eigenthümliche Umstand ein, daß sie von der Bahnbes Schönen sehr oft abgewichen ist, und sie sich zu einem verderbtenZeitgeschmack und zur Darstellung frivoler, abscheulichster Sitten erniedrigthat. So die Malerei, diese hehre Farbenpocsie, die aber auch ihre gro-ßen Meister auszuweisen und sich zu einer eigenen Schule erhoben hat.Das gilt auch von der Kupferstccherkuust, die in Frankreich ruhmvoll