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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Eüropäisches Staatensystem.

Der Apfelbaum, die Kirsche, Erdbeere, Johannis- und Stachel-beere, besonders die letzter» gedeihen recht gut. Die Haselnuß trägtreichlich. An der Ostküste von Sutherland kann die Pfirsiche unter Hülfevon Schiebfenstern, vielleicht auch ohne solche, an Mauern reifen. Flachswird haüfig gebaut. In den höheren Theilen der Region giebt es wenigKultur; grüne, dicht abgefressene Schafweiden, schwammige Sümpfe odertrockne Heidepläye bilden die vorwaltenden Züge der Landschaft. Baumefind jetzt verhältnißmäßig selten, obgleich einst in Menge vorhanden, unddas Land wird vornehmlich zu Schafweidcn bestimmt, ohne weitere Be-mühungen des Menschen, als daß man seine natürliche Bedeckung ausEricacecn gelegentlich abbrennt, um eine mehr grasige Weide zu erlangen.

Es hat hier ganz das Ansehen eines Landes, wo der Mensch gegendie natürliche Unfruchtbarkeit des Bodens und ein verschlechtertes Klimanur schwach anzukämpfen vermag. Die zerstreuten Plätze, die zum An-baue von Kartoffeln und Gerste dienen, reichen nicht hin, ein mehr er-freüendes Ansehen zu geben, sondern lassen eher die umgebende Unfrucht-barkeit noch mehr hervortreten. Indessen darf man nicht glauben, daßdas Klima hier so schlecht sei. Diese zerstreüten, der Kultur günstigenStellen beweisen das Gegentheil. Aber die dürftige Bekleidung der dür-ren Abhänge mit Boden, und die sterile, oft sumpfige Natur desjenigender Thäler und flachen Stellen, machen es nutzlos. Arbeit und Kapitalauf Land zu verwenden, welches nicht solchen hinreichenden Ersatz gebenkann, der mit demjenigen im rechten Verhältniß stände, welchen ergiebi-gere Landstriche für alles Aufgewandte gewähren. Zn mehreren Theilender Hügcllands-Regivn giebt es in hohem Grad kultivirte und ergiebigeStriche; aber diese Striche erheben sich kaum über die Mitte der Region.

3. Die Region der mittleren Höhen ist ein schmaler Gürtel überder oberen Gränze der Kultur und dem Vorkommen der Cupuliferen (Eicheund Haselnuß). 8i1«ov ncsulis erscheint zeitig unter Felsen oder auf vonStrömen herabgeführten Trümmern, indem sie bis zu 1500 oder 1800Fuß Hohe in Caernarvoe und Cumberland, und bis 1200 Fuß im west-lichen Znvernessshire herabsteigt, aber sie bildet noch keinen Theil deroffenen Rasendecke. Lpilobium alpiouiu ist mehr im eigentlichen Sinneeine Species dieser Region. Letuln unun kommt hier auch vor, tiefernicht. Trabis petrnen sieht man zuweilen. Das beste karakteristischeMerkmal dieser Region ist das plötzliche Fehlen der kteris nguiünn, welchebis zur höchsten Gränze der Hügel-Region aufsteigt, und andrerseits, dasder 8nlix bvrbnovn und Oralen proeuinbeus, welche oft bis in die sub-alpine Region Herabsteigen. Kenistn nnZIicn und lüz-tisus soopsrius kom-men in England nicht über der Hügel-Region vor: sie werden hier undin Süd-Schottland vom IIIsx europseus gewöhnlich überragt, obschvn siein Aberdeenshire über letzteren weit hinaufsteigen, und Ovuistn sogarnoch auf gleicher Höhe mit 6srex liz-iän und Ounpbnliuiu supinuiu ange-troffen wird. Kubus ebsinnenwrus und Oornus sueeien beginnen hier zuherrschen, und obschvn einige wenige sehr niedrige Standörter für beideangegeben sind, so finden sie doch ihr angemessenes Klima in dieser «abdem untern Theil der folgenden Region. Tun aus tri^lumis und lotie!«»«vnl^oulnt» wachsen in vermehrter Häufigkeit. lü Minen borvnlis verlaß