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Eüropäisches Staatensystem.
sind, auf denen im Durchschnitt SO Stein Flachs pro Acre gewonnenwerden. Rechnet man den Stein zu 10Schilt. Sterling, so gewährtdieser Flachsbau ein jährliches Einkommen von 10'/, Millionen Thaler.
Die ungeheüren Waldungen, welche Zrland einst bedeckten, sindverschwunden und der Waldboden ist in Moor und Sumpf verwandeltworden. Der erste Schritt zur Verbesserung eines Landes besteht in demLichten seiner Urwälder; aber hier in Irland, wie an so vielen andernOrten, ist man in den großen Irrthum verfallen, alles Holz zu fällen,alles dem Boden gleich zu machen.
Die Torfmoore sind ein großes Hinderniß für die landwirthschaftlicheKultur von Zrland. Wright schätzt ihren Umfang auf 3 Millionen Acres,in Parlaments-Berichten wird er zu 2'/, Millionen Morgen Landes an-gegeben. Macculloch giebt 40 Pflanzen-Arten an, welche an der Torf-bildung Theil nehmen, Nennte allein 17 Moos-Arten. Die wichtigstengehören in Sphagnum-Geschlecht, und treiben oben beständig neue Triebe,während sie unten sich zu Torf zersetzen. Der Torf in Irland und Schott-land enthält wenig Salze. Innerhalb der Wendekreise ist Tors niemals,im südlichen Frankreich und Spanien nur selten in den Thälern gefundenworden; in Zrland findet man ihn all überall in Höhen und in Tiefen,in einer Mächtigkeit abgelagert, die bis auf 50 Fuß steigt, in welchemFalle er jedoch die Hälfte seines Umfanges dem Wasser verdankt. Aufden Höhen soll er jedoch, nach Lyell, selten die Mächtigkeit von 4 Fußübersteigen; indessen hat ihn Percival Hunter am Gipfel des Mangerton»des zweiten unter den höchsten Bergen Irlands, welcher 3000 Fuß abso-lute Höhe besitzt, 7—10 Fuß mächtig gefunden, und in Donegal, Mayv,Cunnemara u. a. Gegenden Irlands kommt er in den beträchtlichstenHöhen mit 10 —15 Fuß Mächtigkeit vor; und endlich, nach Zameson,findet er sich in bebrütender Dicke in den Schottischen Hochlanden bis zu2000 Fuß Höhe hinauf. Die Veranlassung zur Torfmoor-Bildung suchtPercival Hunter in zusammengebrochenen Urwaldungen. In der Thatliegen in Irland unter der Torfvecke große Baumstämme, die in vielenDistrikten den Bewohnern das einzige Bauholz liefern. Man findetKnochen des Ricsenhirsches und verschiedener Hausthiere, wohlerhaltenemenschliche Leichname, Kunsterzeügnisse u. s. w. darin, und es ist be-merkenswerth, daß Knochen leichter und — kleiner, Eichenholz schwererund größer im Torf werden, letzteres durch Aufnahme von Eisenoxyd.Die große Menge Wassers, welche unter diesen Tvrfdecken angesammeltsind, verursacht oft die merkwürdige Erscheinung eines Aufbruchs derTorfmoore, der die größten Verwüstungen, durch Überschwemmen ganzerLandstriche von 20 und mehr englischen Meilen, mit sich führt. Solch'ein Fall ereignete sich ». a. am 25. Septbr. 1835 in der GrafschaftAntrim.
8. Thierrekch, Viehzucht.
Die Fauna der Britischen Inseln stimmt, im Ganzen genommen,mit der des nördlichen Frankreichs überein. Wir können sie daher füg'sich übergehen, und wollen nur bemerken, daß der Wolf, welcher diefranzösischen Waldungen unsicher macht (oben S. 56), aus England un