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Europäisches Staatensystem.
sind aber die norddeutschen Schäfereien die Woll-Lieferanten der englischenManufakturen bis zu einer Höhe geworden, daß diese von jenen imDurchschnitt jährlich 25 Millionen Pfund Wolle kaufen. Auch die austra-lische Welt hat angefangen, mit Dcütschland zu konkurriren: die Kolo-nien Ncü-Süd-Wales und Vandiemcnsland schicken schon 4 MillionenPfund nach dem Mutterland?, und diese Anfuhr wächst jährlich. ImGanzen genommen kaust England vom Auslande gegen 32 MillionenPfund rohe Wolle. Die Zahl der Arbeiter, welche mit dieser Manufakturin England beschäftigt sind, schätzt man auf eine halbe Million. Schott-land hat nie einen lebhaften Antheil an derselben genommen. Früherblühte, besonders in Aberdecnshire und auf den Shetlandischen Inseln,die Strumpfwirkern, allein auch diese ist von den englischen Fabriken er-drückt worden, mit Ausnahme der shetlandischen Strümpfe, die bishernoch nicht, weder in der Qualität, noch im Preise übertroffcn wordenist. Irland arbeitet nur im Handwerksbetrieb für den eigenen Bedarf:Fries, Flanell und halbwollene Acüge; die einzige große Tuch-Fabrik, diees zu Carrik-on-Shannon giebt, ist im Verfall, ebenso die Flanell-We-berei von Kilkenny. Der Hauptkaüfer der englischen Wollen - Waarensind die Vereinigten Staaten von Nord-Amerika, sie kaufen jährlich imDurchschnitt für lv Millionen Thaler; sodann ist Dcütschland, trotz derBlüthe seiner Tuch- und Wollenzeüg-Fabriken, ein sehr guter Kunde,denn England führt dahin für 5'/. Millionen Thaler aus, nach Rußlandfür I Million, nach Frankreich nur für 399,999 Thaler; Ostindien undChina verbrauchen beinahe für 5 Millionen Thaler.
Die Baumwollen - Manufaktur ist derjenige Zweig der technischenKultur, auf welchem die industrielle und kommerzielle Große des briti-schen Reichs hauptsächlich beruht. Kaum ein Jahrhundert alt, ist sie zueiner Höhe gestiegen, die in der Geschichte des Gewerbfleißes nicht ihresGleichen kennt. Wir haben schon früher einige Zahlen über den Ver-brauch der rohen Baumwolle in England mitgetheilt (lll. Bd., S. 268und 269); die nachstehenden beziehen sich auf die neüere und ueüesteZeit: -
Rohe Baumwolle.
Einfuhr. Ausfuhr. Innere Konsumtion.
I8S3: 931.71)6 Ballen. 79,966 Ballen. 877,589 Ballen.
1838: 1.429,962 „ 192,379 „ 1,265,116 »
Im Jahre 1838 wurden 379,486,519 Pfund Baumwvllen-Garn gespEneu , um 55,454,659 Pfund mehr, als im Jahre vorher. Es betrug dieAusfuhr an Garn, 1833: 67,769,762 Pfund, 1838: 113,753,197Pfun^— gedrehtes Garn, 1833: 1,187,691 Pfund, 1838: 2.362,983 Pfund'Der Gcsammtwerth der Baumwollen-Fabrikation wurde im Jahre 183zu beinahe 219 Millionen Thaler veranschlagt; es betrug nämlich deWerth der Ausfuhr an Baumwollenwaaren 82,225,325 Thaler, uyd dieinnere Konsumtion ungefähr einen Werth von 84 Millionen Thäte -Liverpool ist der große Einfuhr-Hafen der Baumwolle, und die Gral'schaft Laneaster der Hauptsitz der Manufaktur, so zwar, daß mindestenzwei Drittheile der gesummten britischen Baumwvllen-Waaren dafet iverfertigt werden; Manchester und feine Umgegend bilden das Centr