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Europäisches Staatensystem.
waltung des Jndo-Britischen Reichs qnalifizircn, in den Sprachen desMorgenlands, in der Staats- und Rechtsvcrfassung, so wie in der Ge-schichte dieser Länder, in den mathematischen und Natur-Wissenschaftenunterrichtet werden; zwei Jahre dauert der Kursus, dann gehen dieAbitnrientcn sogleich nach Indien, um dort im Kollegium zu Calcuttaihre vollständige Ausbildung zu erlangen; hier genießen sie aber schonein jährliches Einkommen von 3500 Thalern. Eine Bildungs-Anstaltfür Offiziere des Landhecrcs (^rm^) ist das Sandhurst-College zwischenWindsor und Farnham, und für die sogenannten gelehrten Waffen, fürdie Bildung von Ingenieurs und Artilleristen die Militair-Akademie zuWoolwich. In diese Kategorie gehören jedoch nicht die Militair - Asylezu Southampwn, Farnham, Chelsea und Greenwich, denn diese sindArmenschulen für Soldatenkinder, die auf Kosten des Staats entwederzu Handwerkern oder zu demjenigen Stande ausgebildet werden, dem dieVater angehörten. Die Kriegs-Marine hat zwei höhere Bil-
dungs - Anstalten für den Dienst der Flotte (Naval Colleges) zu Ports-mouth und Plymouth. Die Seeleüte der Handelsflotte (iUarine) findenUnterricht in den Hafenorten, aber die große Bildungs - Anstalt diesesStandes ist das Meer selbst; aus dieser Schule hat England seine größ-ten Männer hervorgehen sehen; wir erinnern nur an den Entdecker neücrWelten, an James Cvok, der, ein Sohn gemeiner Bauerslcüte, ohnealle gelehrte Jugcndbiidung vvm Schiffsjungen sich emporgeschwungen hat,um — ein Wohlthäter der Menschheit zu werden.
Für Gewerbtrcibende bestehen in London mehrere große Unterrichts-Anstaltcn, die Mechanic's Institution, eine in Spitalfields, in Nother-bithe, St. Georges und the East u. s. w., so wie in den großen Fabrik-städten, wo unentgeldliche Vorlesungen gehalten werden, Modell- undandere Sammlungen aufgestellt sind u. s. w. Für den Unterricht in denbildenden und zeichnenden Künsten bestehen die Akademien zu London,Edinburgh und Glasgow; doch ist ihr Einfluß nie von großer Bedeü-tung gewesen; überhaupt hat der Brite wenig Talent zu diesen Künsten,mit Ausnahme der Baukunst und der Kupferstecherkunst; in diesen beide«Zweigen der Kunst, so wie in der Gartenkunst, excellirt der Engländer.
In keinem andern Lande Eürvpa's sind so viele Schätze der Gelehr-samkeit, so viele Denkmäler der Kunstbildung untergegangener nnd leben-der Völker aufgchaüft, als in England. Wie in England Alles n>'teinem Riesen - Maaßstab gemessen werden muß, so auch die wissenschau*liehen und artistischen Sammlungen, nicht nur die öffentlichen, sonder«auch die Privat-Sammlangen der Reichen.
Unter den öffentlichen Anstalten dieser Art steht das britischeseum zu London auf der ersten Stufe. In diesem Institute sindHandschriften, Münzen, Kunstsachen, Naturscltenhciten aller Art so )sagen aufgehäuft, zu deren Vermehrung jährlich über 70,060 Thlr. ve 'wendet werden. Die Bibliothek des britischen Museums zählt »v
300,000 Bände und mehr als 60,000 Handschriften. Von außerordent-licher Wichtigkeit, besonders für das Studium des Orients,chen, Literaturen und Geschichten, ist die Bibliothek desHauses zu London, einen Schatz enthaltend, wie er nirgen
seiner Sps"Ostindische", in Süropa