Britisches Reich. — Europäische Lander.
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Alfred, den die Geschichte den Großen nennt, war einer der weise-sten und tugendhaftesten Monarchen, von denen die Jahrbücher allerZeiten und aller Länder zu erzählen wissen. Er ist der Begründer derenglischen Verfassung, wie sie noch heüt zu Tage in ihren Fundamentenbesteht; von ihm rührt die Eintheilung des Landes in Shires, Hundreds,Tithings und Deccnaries her; die Errichtung eines allgemeinen Systemsgegenseitiger Verantwortlichkeit der Unterthanen, wodurch, ohne die per-sönliche Freiheit zu gefährden, Leben und Eigenthum gesichert wurde;die Errichtung von Behörden zur Verwaltung der Rechtspflege, und dieAbfassung eines Gesetzbuches, das jenen Behörden zur Richtschnur dient,und welches die Gesetze umfaßt, die den Sachsen von ihren deütschenAltvordern überliefert worden, doch stets das gemeine Recht von Englandzu seiner Grundlage hat. Wie er so die innere Ruhe sicherte, schützteer die Küsten seines Landes gegen aüßere Feinde durch Errichtung einerKriegsflotte, und wurde dadurch der Gründer von Englands Übermachtzur See, die, fast ein Jahrtausend später, Britannien zur Herrschaft derWelt geführt hat. Selbst Gelehrter, begünstigte und unterstützte erWissenschaften und Künste; er legte die ersten Fundamente der geistigenKultur des britischen Volks, und führte es auf die Bahn der Entdeckun-gen, indem auf seinen Befehl die erste Nordpol-Expedition versuchtwurde. Alfred der Große schloß sein ruhmreiches Leben im Jahre 981.
Unter seinen Nachkommen gerieth das Reich in Verfall, wenn gleichAtbelstan große Seereisen unternehmen, ließ, und Edgar, der drei kleineFlotten besaß, sich König von Albion und Herrscher aller benachbartenInseln und des Oceans nannte. Die Dänen machten unaufhörliche An-griffe, und es gelang ihrem Könige Swen im Jahre 1013, England zuerobern. Doch schon im Jahre 1814 starb dieser, und England hattewieder seinen sächsischen König; aber die entarteten Sachsen, die desgroßen Alfreds staatskluge Einrichtungen nicht erkannten, konnten demUnaufhörlichen Drängen nicht widerstehen; Kanut, her Große, vereinigteEngland mit seinem Reiche Dänemark und Norwegen, im Jahre 1817.^ei seinem Tode entspann sich zwischen seinen Söhnen Harold und Har-^>kqnut ein Successions-Strcit, der damit endigte, daß mit Eduard III.,ein Bekcnner genannt, England im Jahre 1841 unter die Herrschaftrr anglo-sächsischen Dynastie zurückkehrte.
Die Eroberung durch Wilhelm von der Normandie, im Jahre 1866,
^rf für Zeit lang die Freiheiten des englischen Volks über den
Haufe». Auf die Krone Anspruch machend, vermöge des Rechts, welchesr d„rch eine angebliche Verleihung Eduard's des Bckenners in Anspruchrniv » die Krone wirklich gewinnend durch einen Sieg über Ha-der selbst ein Usurpator war und Edgar Atheling, dem recht-Erben, Eintrag that, erhielt sich Wilhelm der Eroberer durchin einer Herrschaft, die er durch List, Betrug und Gewalt er-
strat! Alle Personen, die gegen ihn die Waffen ergriffen hatten,
^ durch Einziehung ihrer Güter, die er seinen normannischenaüc!-» n, verlieh, und zwang alle übrigen Grundbesitzer, für ihre Allodial-tcn . "rhnsbricfe von ihm anzunehmen. Des englischen Volkes Freihei-g'ngen unter dem Druck eines Militair-Despotismus zu Grabe. Selbst
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