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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Britisches Reich. — Europäische Länder.

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Ende der Insel, Kap Ducato, nähert; blendend weiß sind hier die Klip-pen, daher der Name Leucadia. Zthaka oder Thiaki ist ebenfallsgleichsam nur ein einziger Berg, der in die ranhesten und gestaltlosestenFelsen sich theilt; Cephalonia desgleichen, voll von Bergen, die sichzu einer Kette gestalten, welche der allgemeinen Richtung der Inseln vonN. nach S. folgt, und am Südende den höchsten Berg der IonischenInseln trägt, den Änos des Alterthums, der schwarze Berg, MvntagnaNegra, in unsern Tagen genannt; man giebt ihm eine Höbe von 3400Fuß, was ohne Zweifel zu niedrig ist, in Betracht, daß seine Spitze schonum die Mitte des Decembers mit Schnee bedeckt wird, welcher selten vorAnfang Mai verschwindet. Zante, die nächst folgende Insel, mit derdie Kette der Ionischen Inseln eigentlich schließt, wird seiner Schönheitwegen il Lore äi I^ovsntv genannt; seine Oberfläche ist entschieden bergig,eine Bergreihe laüft mit steilem Abhang längs des Westufers durch dieganze Znsel von N. nach S., und verflacht sich meistens nach der Ostseitezu einer Ebene, auf der sich isolirte Berge erheben, unter denen derMonte Scvpv, Klans elatus aobilis bei Plinius, auf der Südostspitze derZnsel mit 1220 Fuß der höchste ist. Cerigo endlich liegt ganz abge-sondert von der Reihe, an der Südspitze Morea's und am Eingänge zumGriechischen Archipelagus in Lat. 36° 6' N., Long. 20° 30' O. Paris.Das Gestein der Ionischen Inseln ist Kalkstein und Schiefer der sekun-dären Reihe, an die sich tertiäre Felsarten anschließen; auf Cerigo bricht,an einer Stelle, Granit hervor. Spuren vulkanischer Eruptionen sindnirgends gefunden worden, noch hat man irgendwo eine warme Quelleentdeckt, aber Erdbeben sind eine sehr gewöhnliche Erscheinung. AufZante und Cephalonia, wo Mergel vorherrscht, giebt es Schwefel-, undauf der zuletzt genannten Insel auch einige schwache Salzquellen, dochwerden sie nicht benutzt, Zante besitzt auch Petroleum-Quellen. VonFlüssen kann auf diesen Inseln, wegen ihrer Kleinheit, nicht die RedeHin, nur Bäche bewässern die Thäler, und selbst diese verschwinden nichtselten, so daß viele Gegenden an Wasser Mangel leiden und Cisternendie Stelle der Brunnen vertreten müssen. Corfu hat mehrere Quellen,Ae einer klassischen Berühmtheit genießen. Das Klima der Ionischen,Asseln korrespvndirt mit dem von Malta und dem südlichen Italien.

Isotherme von 17°'/, schneidet die Reihe dieser Inseln so, daß CorfuAus der Nordseite, alle übrigen Inseln aber auf der Südseite dieser^Lärnie-Kurve liegen. Auf Korfu ist der höchste Thermometerstand fast3°, und auf Cephalonia hat man den Wärmemesser schon aus 35° stei-Asn sehen; höchst selten sinkt er auf den Gefrierpunkt, das gewöhnlichste^'"'wum steht noch 6° bis 7° über demselben. Aüßerst selten zeigt sichbed ^uß sich ein stillstehendes Wasser mit einem dünnen Eisfluge

i,,. ist bekannt. Nordwestwinde herrschen im Frühling, Nvrd-weil ^ "" Sommer, südliche im Herbst und südwestliche im Winter, z»-^s^3- aber dann nur von kurzer Dauer. Die Ionische»des siegen, wie das ganze südliche Eüropa, innerhalb der Provinz

vde,. Zwar beginnt die Regenzeit schon Ende Septembers

N ^ufangs Oktober, doch stellt sie sich in größter Heftigkeit erst im"ember ein, und dauert bis zum März, ohne daß es jedoch nicht