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Europäisches Staatensystem.
auch in den übrigen Monaten regnen, und im Winter heiteres Wettersein könnte; die Zahl der Regentage läßt sich z» 1ÜU im Jahre anneh-men. Der Winter ist zugleich die Jahreszeit der Gewitter, die zuweilenmit tropischer Heftigkeit wüthen. Das Pflanzenreich enthält die gewöhn-lichen südeürvpäischen Gewächse, mit Ankündigung der Nähe der afrika-nischen Flora im Auftreten der Palmenform durch Oksmsvrops kumilis,und der Baumwolle. Die Olive ist das Hauptprvdukt, sodann Weinüberhaupt, und diejenige kleine Traube im Besondern, welche die Korinthenliefert; Flachs wird in großer Menge gebaut, an Korn aber nur so viel,als zum Verbrauch für vier Mvnarc erforderlich ist. Waldlos, wie dieIonischen Inseln jetzt sind, seitdem die größten Verwüstungen in denBerg-Wäldern angerichtet worden, pflegt man doch »och die Valoniaoder Knoppereiche, Husrous ^sAilops, wegen ihrer in der Färberei sonutzbaren Fruchtkelche. Alle Südfrüchte wachsen hier, die Feige, Orange,Citrone u. s. w. in Verbindung mit den mitteleuropäischen Obstbaümen,der Pflaume, dem Apfel ec. Die Viehzucht beschäftigt viele Hände, be-sonders die Schaafzncht, obwol von veredeltem Vieh noch wenig dieRede ist.
Die Volksmenge der Ionischen Inseln ist bereits oben angegebenworden. Im Jabre 1834 öelief sie sich auf 103,929 Personen männli-chen und 90,475 Personen weiblichen Geschlechts, zusammen auf 194,395Seelen mit Einschluß 11,168 Fremden; Geburten ereigneten sich 6242,Trauungen 1424 und Todesfälle 4818. Dem Ackerbau widmeten sich4l,042, den Manufakturen 5829 und dem Handel 4363 Personen. DieJvnier sind größtenteils Griechen, aber stark mit Albanescn und Ita-lischer» vermischt; mit ihren Landsleütcn auf dem Festlande theilen siesvwol die aüßere Erscheinung, als die Sprache und die vorwaltendenKarakterzüge, in denen Eitelkeit und Falschheit die erste Rolle spielen.Die italiänische Sprache war früher die Gcschäftssprache; durch die Kon-stitution ist aber das Griechische zur Landessprache erklärt worden, inwelcher alle öffentlichen Angelegenheiten geführt werden müssen. Dieorthodoxe griechische Kirche ist die herrschende, sie hat an ihrer Spitze^inen Protopapa oder Erzpriester, der von der Geistlichkeit und den Edel-leuten gewählt und vom Patriarchen zu Konstantinopel bestätigt wird-Die katholische Kirche ist durch die Venetianer eingeführt worden, ihreAngehörigen stehen unter einem Erzbischvf, dessen Divcesan-Kapitel sech^Canonici zählt. Juden sind ziemlich zahlreich. Corfu hat eine Univer-sität und ein geistliches Seminar der griechischen Kirche, jede Insel be-sitzt ihre Sekundärschule, d. i. eine Art Realschule, und eine Central-schule, in der, nach dem System des wechselseitigen Unterrichts, Lesen-Schreiben und Rechnen gelehrt wird. Alle diese Unterrichts-Anstaltenwerden auf öffentliche Kosten unterhalten, andere dagegen, die sogenann-ten Distriktsschulen, die den Unterrichtsplan der Centralschulen befvlgen-bcstehen nur durch das Schulgeld der Kinder. Im Jahre 1834 belisich die Zahl der Schüler, Knaben und Mädchen in allen Untern»' ^Anstalten zusammengenommen, auf 7315. Eine sehr gute öffcntliBibliothek zu Cvrfn ist von britische» Offizieren gestiftet worden. W'bden Gewerben, welche aus dem Betrieb der Landwirthschast entspring -