Britisches Reich. — Astatische Länder.
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den Vindsya-Ketten und in den Thaleinschnitten des nördlichen Deccanfließend, haben entgegengesetzte Richtung, und ergießen sich in das Per-sisch-Arabische Meer.
Da das Jndo-Britische Reich zum größten Theil innerhalb derWendekreise liegt, so nimmt es am Klima der Tropen-Zone Theil; ja,die auch außerhalb des Wendekreises des Krebses gelegenen Provinzenund Distrikte haben ein Klima, welches dem des heißen Erdgürtels vielnäher steht, als den gemäßigten Klimaten, ein Zustand, der bedingt wirddurch die eigenthümliche Stellung des indischen Landes zum indischenWasser, d. h. zum Meere, und vermöge des, dadurch hervorgebrachtenregelmäßigen halbjährigen Wechsels der Luftströmungen, der sogenanntenMonsune, die über die eigentlichen Gränzen der torriden Zone hinaus,bis zum Himalaya wirken. Während der einen Hälfte des Jahres wehtauf der Nvrdseite des Äquators ein beständiger Nordostwind, vomOktober bis zum April, während der andern Hälfte, vom April biszum Oktober, ein beständiger Südwestmind.
Die mittlere Tropenwärme schwankt hier, an Jndien's Küsten,zwischen 27 ° 2/1 und 25°'/,, jene Temperatur im südlichen Theile derHalbinsel, diese im nördlichen. Aber die, durch diese Zahlen ausgedrückteGluhthitze wird gemildert, wenn man auf die Tafelländer von Mysoreund Deccan steigt, wo z. B. auf den Plateauhöhen der Nil Gerries,d. h. blauen Berge, die den Südrand des Tafellandes von Mysore bil-den, in einer absoluten Höhe von 6500 Fuß nur noch eine mittlereWärme von 14° herrscht, ein Klima, welches an das der Provence unddes Langucdoc erinnert, aber noch schöner, als dieses ist, weil die Ver-schiedenheiten der Jahreszeiten in Indien viel geringer sind. Und außer-halb der heißen Zone finden wir, am Fuße des Himalaya, auf den3wßen Flächen Hiudustan's, unter 30° nördl. Breite, noch eine Jahres-wärme von 22° (was mit der von Cairo in Ägypten auf gleichem Pa-rallel übereinstimmt); doch so groß ist der abkühlende Einfluß des Hi-walaya, daß man nur zu einer Höhe sich zu erheben braucht, welche mitrer tes Brocken korrcspvndirt, um ein Klima zu finden, welches aber-'uals, nnd zwar genau, dem Klima von Süd-Frankreich gleich ist. Ein^vch höheres Steigen bringt mit jedem Schritt eine kühlere Temperatur,'s man endlich in 11,700 Fuß absoluter Höhe diejenige Linie erreicht)at, wo Schnee und EiS niemals in flüssigen Zustand übergehen. So°rigt also das Jndo-Britische Reich, in Absicht auf Wärme-Verbreitung,'r größten Gegensätze, die Hitze der Tropen ist drr Polar-Kälte dichtoenachbcirt.
Und eben so ist es, was Form und Größe des atmosphärischenwderschlags betrifft. In den Küsten- und niedrigen Ländern der heißenla"b kennt man keinen Schnee, aber auf den Gebirgshöhen des Hima-Felv er >n Massen herab, und überzieht mit Firn- und Glätscher-
a»s bedeutenden Landstrich, der in der Provinz Kumaon
nie ,, .e- ga"Sen Areals geschätzt wird. Diese Glätscher sind dieTrun ^'siegenden Quellen der großen Ströme Hindustan's. Unter dengiekc "^schwindet bekanntlich der Unterschied der vier Jahreszeiten, esnur zwei, die trockene und die nasse Jahreszeit. Sie sind aber