Buch 
5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
Entstehung
Seite
499
JPEG-Download
 

Das russische Reich.

499

Außerdem findet man in Rußland noch eine Menge erdiger undMetallischer Fossilien.

Zu den Schätzen des Mineralreichthums gehören auch i>ie Mineral-quellen, deren es im russischen Reich sehr viele giebt. Den ersten Rangbehaupten die kaukasischen, die im Jahre 1832 von 535 Badeaästen be-sucht wurden und bei Rheumatismen, Hämorrhoiden, Scropheln, Aus-schlägen u. dergl. m. sehr heilsam sind. Von den übrigen Mineralwäs-sern sind bemerkeuswerth:

a) Im Gouvernement St. Petersburg: das ochta'sche Eisenwasser.

b) Im Gouvernement Nowgorod: die Solquellen zu Sstsraja Russa,die sehr in Schwung gekommen sind, im Jahre 1837 von 362 und imJahre 1838 von 1«V2 Gästen besucht wurden.

e) Im Gouvernement Livland: das Bitterwasser zu Pattenhof, unddie Schwefelquellen zu Kemmern, welche im Jahre 1837 von 115 undlM Jahre 1838 von 129 Personen besucht wurden.

ci) Im Gouvernement Curland: das Eisenwaffer zu Dondangen,das Schweselwasser zu Baldohn, Barbern und das 6 Werst von Busch-hvf bei Jacobstadt im Jahre 1837 entdeckte, die Mineralquelle bei-^uchum, und das im Jahre 1836 entdeckte Schwefelwasser in Hasenpoth.

«) Im Gouvernement Grodno: die Mineralquellen zu Drusskenik,welche im Jahre 1837 von 299 Personen besucht wurden.

s) Im Gouvernement Wilna : die Mineralquellen von Sstoklitschek(«M lidäer Kreise).

8) Im Gouvernement Moskwa: das Eisenwaffer bei Moskwa, We-beja u. s. w.

- st) Im Gouvernement Twer': die beiden Eisenwaffer bei Twer', dieMineralquelle bei Wuissoho und mehrere andere.

i) Im Gouvernement Tambow: die berühmte Heilquelle von Li-pezh, die im Jahre 1832 von 6« und im Jahre 1837 von 46 Personenbesucht wurde.

st) Im Gouvernement Orenbnrg: die Schwefelquellen von Ssergjewsk

Kreise von Bugurusslän'), welche im Jahre 1832 von 870 und im>iähre 1837 von 379 Personen besucht wurden.

i) Im Gouvernement Ssarätow: das Bitterwasser bei Ssarepta.Eauach) ^siarmbien: die schwefelsauren Quellen im Dorfe Oniz-

I-, Im Bezirk Achalzich: die heißen Schwefelquellen zu Abas-^cha^stch ^lsensaure. Quelle von Urawel, und das Bitterwasser in

o) 3'" Gouvernement Jrkutsk: die Quellen von Turkinsk, Dara-"sk, Uläffutujewsk u. s. w.

l'atn^k " Kamtschatka: die heißen Quellen von Malkinsk und Pa-

us- ^?"^dem giebt es Mineralwässer in Kiew, mehrere im Gouv. Olö-^ 'I" ,säurten und in Amirete unweit Sitsche.tei-^k. zur Bereitung künstlicher Mineralwässer sind in St. Pe-

^vskwä, Kiew, Odessa und Riga. Die Anstalten zu Kiew127 Jahre 1837 von 59 und die zu Riga im Jahre 1839 von

^ Gasten besucht.

< 2 ta^"^?Eunlaud giebt es Mineralquellen eine kleine- Meile von dersvwt/nÄ^dopol', bei Borgo, Lowisa, Nädendal, Raumo, die im Kirch-" ^sbo bei Helsingfprs, Willmanstrand und die schon in uralter Zeit