Das russische Reich.
SOI
in Polen besonders um Warschau. Zu den vorzüglichsten Obstarten ge-hört: die Kirsche, der Apfel (besonders der sogenannte Glasapfel, deroft 4 russische Pfund wiegt), die Birne, Pfirsiche, Aprikose, Quitte,Pflaume, Mispel. In Finnland reift der Apfelbanm in Äbo, Nylandund im südlichen Theile von Wiborg's Län, die Birne in Nyland, dieKirsche in den südlichen Provinzen und noch in Tawastland.
Die Kultur des Weinftocks wird sehr eifrig betrieben. In Trans-kaukasien gedeiht die Nebe ohne die geringste Pflege, liefert Trauben inMenge und der kachetinische Wein steht selbst dem französischen nichtnach. Zur Verbesserung des Weinbaues in dieser Gegend ward imJahre 1808 in Kislär eine Weinbauschule gestiftet, bei der sich ein Kro^s-weinberg befindet und im Jahre 1836 entstand die grusinische Wein-Kompagnie, die ihr Comptoir in Tiflis hat. Der in Kachetine gewon-nene Mein findet bereits einen immer größeren und beliebteren Absatznn Reich. Er wird von dort aus landeinwärts bis an die Karpatenund bis in die baltischen Seehäfen verführt. Bei diesem Transportunterliegt er aber den verschiedenste» klimatischen Wechseln, den heißestenwie den kältesten, ohne daß diese plötzlichen Abwechselungen seiner Güteeinen merklichen Abbruch thun. Er wird in großen hölzernen Fässern,die ein Gewicht von 60 Pud haben, von Tiflis aus auf den in ganzAsien gewöhnlichen zweirädrigen Wagen (Arben) bis Moskwa, von hierüber auf gewöhnlichen rnss. Telegen (Banerwagen) verführt. Die ebengenannte Wein-Kompagnie hat mit der Hanptspedition in Moskwa dasdort etablirte Handlungshaus Brandenburg beauftragt. — In Armenienhat man Weinberge mit Erfolg angelegt.
Große Aufmerksamkeit verdient der Weinbau in der Krim, besondersan der Südküste, der durch den Grafen Woronzow sehr befördert wordenist. Derselbe ließ aus allen Weingegenden Eüropa's, selbst aus Asien,von Madeira und vom Kap Neben und Schnittlinge kommen und bereitsArden in der Krim im Ganzen über 600 verschiedene Weinarten gezogen.Von vorzüglicher Güte ist der Wein in den Thälern von Aluschta, Smdak,Kutscha, Taraktasch, Aissaw, Jalta u. s. w. In dem Distrikt KopselWerst von Ssndak) zieht man die besten Sorten französischer Wein-trauben. Die bedeutendsten Weinberge in der Krim sind: i) die zuAdanil, Marssanda und Alupka des Grafen Woronzow; 2) die zu Kat-icha der basischen Erben, welche jährlich gegen 14,000 Wedro Wein"esern; 3) die zu Katscha des Majors Nowikow, welche jährlich gegensfü'000 Wedro Wein liefern; 4) der des Generals Narischkin in Ml-"Yora, welcher jährlich gegen 1200 Wedro abwirft; 5) der des Serrnss^valsksst zu Katscha, wo 7000 Wedro gewonnen werden; und 6) der
Fürstin Golizün in Kureis, der 1200 Wedro erzeugt. Außer diesen^ ,vt^s noch mehrere andere große Weinberge, wie z. B. die des Gene-weu ?vrossdin, des Grafen Will, Admirals Mordwinow, Generals Re-ist d H^vrii Resaki n. dgl. m. Im Lande der don'schen Kasaken
des " Weinbau eine Hauptbeschäftigung der Einwohner und es wird hierbra,,^" viel Champagner fabricirt. Der hiesige Wein wird viel ge-Tul« ausgeführt, wie z. B. nach Nishegoröd, Charkow, Moskwei,Wsin "vronesh, Taganrog, St. Petersburg u. s. w. — Außerdem wirdrinnm^''^-M" Gonv. Cbersson, z. B? bei Odessch im Gouv. Jekate-klott!»-"'" ^Wm^vg und Marittpol, im Gouv. Kiew beim Höhlen-be, Vera .Eichen Kivnsgarten , im Flecken Taganka und Schpola,
Ustrachan und in Bessarabien. In letzterer Provinz zählt man gegen