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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Eüropäisches Staatensystem.

Meere), Eidergänse, Gänse, Enten, und viele Singvogel, wie Nachtigallen,Grasmücken, Lerchen, Finken, Zeisige, Distelfinken, Hänflinge, Gimpel,Wachteln, Drosseln, Amseln und viele andere.

Von Kriechtieren sind mehrere Schlangen bemerkenswerth, z. B.die schwarze Otter, Ringelnatter, Kreuz- und Kupferotter und die Blind-schleiche.

Die Küsten und Flüsse Rußlands sind sehr reich an Fischen. DasMeer liefert: Stockfische, Häringe, Stränlinge, Sardellen, Bandfische,Makrelen, Schollen, Thunfische, Lachse, Forellen, Hausen, Störe, Sewru-gen, Sterlate, Breitlinge, Kabliaus, Lampreten, Neunaugen; außerdemsängt man: Hechte, Karpfen, Barsche, Welse, Aale u. dgl. m. DerFischfang beschäftigt sehr viele Menschen und wirft einen bedeutendenGewinn ab, namentlich der Hausenfang (in der Wolga und dem kas-pischen Meere), und der Häringfang an den Küsten der Krim, haupt-sächlich bei Kertsch, Fevdvssia und Kvmusch-Burnn. Bei letzterem Ortefängt man jährlich gegen 2 Mill. Häringe. Welse fängt man besondersin Finnland, oft gegen 300 Pfund schwer, in den Seen von Tawastlandund Satakunde. Der Lachs findet sich fast in allen Gewässern Rußlandsund Finnlands. Bedeutend ist auch die Fischerei in dem Ural.

Unter den nutzbaren Weichthieren sind die Schnecken, Austern, Krebse,und Hummern bemerkenswerth.

Von den Gewürmen verdient der Haarwurm Erwähnung, der sichim See Waldai, noch mehr aber in der Wolga und in Ssibirien amJrtüsch findet, und den Menschen oft sehr beschwerlich wird.

Bon den schädlichen Insekten sind besonders zu erwähnen: die Tara-kane in ganz Rußland, außer in der Krim; Tarenteln und Scvrpioneim S.; in der Krim hauptsächlich 8ovrpio eurvpseus, binnen Daran-tala, 8eoIopen6ra mvrsi'tsns und PIialanAttim sraneoicle«; die Heu-schrecke, die im S. oft große Verheerungen anrichtet, und mehrere ArtenFliegen (Mnskitv's). Zu den nützlichen Insekten gehören: die Cochenilleund hauptsächlich die Biene. Die Bienenzucht wird noch stark betrieben,ist aber im Abnehmen. Sie macht eine Hauptbeschästignng der Basch-kiren, Tscheremissen, Mordwinen, Tschuwaschen, Meschtscheräken und Ta-taren aus. In den an der Wolga, Oka, dem Don und Dnjepr gelege-nen Gouvernements, in Weiß- und Klein-Rußland, Lithauen und Polenist die Bienenzucht ein wichtiger Zweig der landwirthschaftlichen Indu-strie; in Neu-Nußland, Bessarabien lind im Lande der Kosaken desschwarzen Meeres wird sie ebenfalls mit Erfolg betrieben und in Abcha-sten, Mingrelien und Guria giebt sie einen wichtigen Theil des Handelsab. Zur Beförderung dieses Gegenstandes der Industrie giebt es einebesondere Schule.

Die Zucht des Seidenwurms hat in Rußland sehr zugenommen undverbreitet sich immermehr. Der meiste Seidenbau findet statt: in denGouvernements Assirachan', Ssaratow, Chersson, Taurien, Jekaterinoil-law, Charkow, Kiew und Podolien und in den transkaukasischen Gegen-den, namentlich in den Provinzen Scheki, Schirwan, Armenien, Grusien-Babu, Derbend, Kuba und Achalzich. Die ganze Quantität der in denangegebenen Gouvernements erzeugten Seide betrug:

Von 1800 bis 1808 . 1205 Pud, 38'/« Pfund.

>> 1809 — ,813 . 1838 „ 4 V« >,

»> 1814 — 1818 . 2260 >, 5'/. »