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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Das russische Reich.

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kehrte aber, nach einer Nachricht von einem neuen Aufstande der Sstre-lizen, in seine Heimath zurück, und stellte durch ein schreckliches Straf-gericht die Ruhe wieder her. Jetzt begann der geist- und kraftvollePeter ein Neformiren in Sitten und Kleidung, Staat und Kirche, under selbst erklärte sich, nach dem Tode des Patriarchen Hadrian, alsHaupt der letzter», legte, bei der Eintheilung des Jahres, den juliani-schen Kalender zu Grunde, und suchte Seemacht und Handel Rußlandszu heben. Unterdessen war der Krieg mit den Türken fortgesetzt worden,1699 ein Waffenstillstand auf zwei Jahre geschlossen, und I7VV auf 3«Jahre verlängert. Als Dänemark und Polen sich gegen Karl XU. vonSchweden verbunden, trat auch Peter ihnen bei, belagerte Narwa, wardaber von dem kühnen und tapfern Schwedenkönig am 1. Decbr. 1709angegriffen und geschlagen. Gleichwohl nahm Peter, während Karl XII.Mit Polen beschäftigt war, ganz Jngermanland, einen Theil von Livland;nebst Kurland in Besitz. Darauf gründete er die Stadt Petersburg undals Schntzwehren für diese Stadt wurden Kronstadt und Kronslot (Kron-schloß) erbaut. Während nun an den Gestaden des finnischen Meerbusensund der Newä eine Stadt aus den Sümpfen emporstieg, kamen deütscheKünstler und Handwerker in's Reich und bevölkerten zum Theil dieLandstädte. Dabei hatte Peter fast fortwährend mit Widersachern zukämpfen, denn seine Zeit begriff ihn nicht. Im Jahre 1799, woKarl XII. von Mazeppa überredet, kühn gegen Rußland hervordrang,siegte Peter bei Pvltaws. 9999 Schweden und Kasaken blieben auf demPlatze, und der verwundete Karl floh nach dem Dnjepr. Darauf er-oberte Peter Riga nebst dem übrigen Livland, Wiborgrc., und nahmden Titel eines Kaisers und Selbstherrschers an. Nachdem Karl XII.die Türken aufgereizt, 1711, den Waffenstillstand zu brechen, wurden dieNüsse,, am Pruth umzingelt, und fast wäre Peter verloren gewesen,hätte nicht seine kluge Gemahlin, Catharina, den Grvßvezier durch Be-stechung mit ihren Juwelen zu einem Frieden zu stimmen gewußt, worinfreilich Asow den Türken überlassen werden mußte. Im Frieden zuNystadt, l72l, erhielt Peter Livland, Esthland, Jngermanland, Karelien,2 Mill. Thaler u. s. w. Später unternahm Peter einen Feldzug gegenPersien, eroberte die Festung Derbent, und erhielt nach Abschluß desFriedens Daghestan, Scbirwan, Gilan und Baku. 1724 stiftete Peterur St. Petersburg die Akademie der Wissenschaften und starb, nachlustloser Thätigkeit für das Wohl seines Landes, im Jahre 1725.

Unterstützt durch Peters Günstling, Menscbikow, bestieg Peters Ge-mahlin, Catharina I., den Thron, nicht sei» Sohn Alekssei, und starb"?ch einer weisen Regierung 1727. Nach ihrem Tode riß Menschikvwv«e Vormundschaft für den jungen Peter II an sich, suchte seine Familie

Mit der kaiserlichen zu verknüpfen, wurde aber von den Dolgvrukij'sWturzt, und mußte nach Ssibiren wandern. Nun regierten diese fürPeter, der schon im Januar 1739 an den Pocken, 15 Jahr alt, starb.A"rauf ward die jüngere Tochter Jwan's (des älteren Bruders Peterserl die verwittwete Herzogin Anna von Kurland auf den Thron

'»oben, mußte aber diejenigen Beschränkungen genehmigen, die derihr abdrang. Allein Anna erwarb sich eine Partei imde>. «t^Ehe selbst; Biron wurde ihr Vertrauter und erhielt die Leitungtaatsgeschäfte, Graf Ostermann erhielt die auswärtigen Angelegen-«r. st", ""d Münnich das Kriegswesen. Biron wurde auf Wunsch der^a>,erm von König August III. von Polen mil Kurland belohnt. Anua'H

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