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Europäisches Staatensystem-
sicherte sich seinen Einfluß auf dieses Land überdies durch die Errichtungdes immerwährenden Rathes, der ganz in seinen Händen war. MitDänemark dagegen trat Catbarina in ein sehr freundschaftliches Ver-hältniß, seit sie den gottorp'schen Antheil von Schleswig und Holsteingegen die zum Herzogkhume erhobene Grafschaft Oldenburg jenem Staateüberließ. Nach diesen entscheidenden Begebenheiten konnte Catharinaihre Sorge auf das Innere des Neides wenden, dem sie eine zweck-mäßige Organisation ertheilte. Sie theilte das Land in Gouvernementsund begründete darauf die ganze Verwaltung. Um diese Zeit erhob sichan die Stelle der Oriow's ein neuer Günstling, dessen Einfluß dieSchicksale des Nordens bestimmte. Dies war Potemkin (sprich Patiom-kin). Mit ihm schmiedete Catharina ihre Pläne zur VergrößerungRußlands, auch wollte sie das byzantinische Reich wieder herstellen, undihren Enkel Konstantin als Beherrscher desselben sehen. Auf einer Reisekam sie nach der von ihr gegründeten Stadt Chcrsson, und schloß hiermit Kaiser Joseph ein geheimes Bündniß. Da die Türken aus dieserZusammenkunft Unheil ahneten, so erschienen sie mit einer Flotte ander Mündung des Dnjepr und kündigten den Russen den Krieg an, dievon Oesterreich unterstützt wurden. Die im Jahre >787 und >788 gelie-ferten Schlachten führten zu keiner Entscheidung, aber das Jahr 1789war siegreich für die Russen, denn sie erkämpften den großen Sieg beiFokschany und Martinestie unter Suwürow und dem Herzoge von Ko-burg; Laudon eroberte Belgrad und Potemkin drei Festungen. 1790erstürmte Suwürow am 22. Decbr., unter ungeheurem Blutvergießen,Ismail, und beinahe wären die Türken vernichtet worden, wenn nichtEngland vermittelnd aufgetreten und die Schweden Finnland angegriffenhätten. Letztere waren genöthigt sich wieder zurückzuziehen, aber sehrtapfer, machten viel zu schaffen und vernichteten nach mehreren Verlustendie ganze russische Flotte. Die Umstände führten im Jahr >792 denFrieden zu Jassy herbei und Rußland erhielt das Land zwischen deinDnjepr und Dnjesstr, desgleichen Otschakow, auch ward die Abtretungder Krüm bestätigt Nach dem Türkenkriege ward Polen wieder derSchauplatz des Krieges und im Jahr 1793 kam es zu einer zweitenTheilung dieses Landes, wodurch Rußland über 4500 Q.-M. mit 4>0Städten und über 10,000 Dörfer erhielt. Kosciusko stellte sich an dreSpitze des Heeres, Madaliusky trat ihm zur Seite; ersterer ward ver-wundet und von den Russen gefangen, welche am 4. Novbr. 1794 Prägnunter Suwürow erstürmten. Rußland, Preußen und Österreich unternahmmen nun die dritte Theilung des Reichs, bei welcher ersteres wiederüber 2000 Q.-M. gewann, und auch Curland wurde >795 mit Rußlandvereinigt. An dem Kriege der französischen Revolution nahm CatbariN"keinen Antheil, dagegen griff sie Persien an, und starb am 16. Novbr-1796. Ihr Sohn, Paul I., bestieg nun den russischen Thron, der durchseine Zurückgezogenheit, in der er lebte, einen eigenthümlichen Charakteerhalten hatte. Er war von redlichem Willen beseelt, suchte manch»zu verbessern, war ein Feind der französischen Revolution, schickte >"" .ein Heer unter Suwürow nach Italien, welcher bei Cassano und vNovi glänzende Siege über die Franzosen erfocht, während dageg»Korsakow in der Schweiz unglücklich war. Wegen Verraths, welchen ewitterte, ließ er seine Heere zurückziehen und starb in der Nacht vo11. auf den >2. März 1801. Er war ein begeisterter VerehrerMalteser-Orden. Ihm folge sein Sohn Alexander I., der eine sorgfai rr