Das russische Reich.
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Erziehung genossen und viele gute Einrichtungen traf, einen mildenCharakter besaß und mit Recht „der Gesegnete" genannt wird. Mit denauswärtigen Mächten suchte er in freundschaftlichen Verhältnissen znbleiben, und nur mit Persien dauerte der Krieg noch einige Jahre, je-doch mit glücklichem Erfolg. Als aber der übermüthige Napoleon 1803Hannover besetzte, den Herzog von Enghien 1804 erschießen ließ, daraufden Kaisertitel annahm und in Italien sehr eigenmächtig handelte, daverband fleh Alexander mit England, Schweden und Österreich und machtestch dadurch Frankreich zum Feinde. Bei Aufterlitz in Mähren kam eszu einer Schlacht, wo das russisch-österreichische Heer von Napoleon geschla-gen wurde, worauf der Friede zu Preßbnrg den 26. Decbr. erfolgte.Nußland setzte jedoch den Krieg fort und eroberte den 4. März 1806Eattaro in Dalmatien. Als in demselben Jahre Frankreich mit Preüßenin einen Krieg verwickelt wurde, verband steh Alexander mit FriedrichWilhelm III. Allein schon ehe das russ. Heer an der Weichsel ankam,war Preüßens Macht gebrochen. Im Februar 1807 ward mit unglaub-licher Tapferkeit bei Eilan eine Schlacht geliefert, worauf sich der russ.Heerführer Benningsen zurückzog, Napoleon aber ebenfalls auf denRückzug bedacht war. Nach der am 14. Juni 1807 gelieferten Schlachtbei Friedland, worin Napoleon abermals siegte, wurde im Juli derFriede zu Tilsit geschlossen, wodurch Rußland die preüß. Provinz Bialy-sivk erhielt, dagegen es Jevern an Frankreich abtrat. Nun trat Rußland>'n ein Bündniß mit Frankreich und der Kontinentalsperre bei. Nachdemsich eine englische Flotte der dänischen Flotte bemächtigt, ward Englandund Schweden der Krieg erklärt. In dem Frieden mit letzterem zuFredrikshamn, 1809, erhielt Rußland Finnland und Lappland bis zumFlusse Torneä, im Ganzen 5472 Q.-M. Dagegen war der Krieg mitEngland für Rußlands Handel sehr uachtheil'g gewesen. Bei einer Zu-sammenkunft Alexanders mit Napoleon zu Erfurt ward Rußlands Bunduiit Frankreich noch mehr befestigt, und es trat sogar mit diesem vereint,1809, gegen Österreich auf, und gewann durch den Frieden zu Wien,1809, einen Theil von Galizien, den es jedoch später, 1815, wiederabtrat. Nach dem Kriege mit Schweden war der Krieg mit der Pforteerneuert worden. Die Russen waren glücklich, eroberten Ismail, Si-liftria rc., siegten bei Schumla, Gjurgewo u. s. w., wurden jedoch spätervei Karkali Dere und Nustschuk geschlagen, und erhielten durch den Frie-rst zu Buchareft, 1812, Bessarabien und die Moldau bis zum Pruth.
strenge Handelssperre fing immer Nachtheiliger auf Rußland an zu'?)vken, und Alexander, dem Napoleons Übermuth mißfiel, gerieth mit^esem in Feindschaft. Über '/- Million Menschen ging Rußland ent-24. Juui überschritten sie den Niemen und drangen in dasrussische Gebiet ein, denn Napoleon wollte Rußland erobern, allein er^ nicht an den kalten Winter gedacht. Das russische Heer zog sicht"n " und vernichtete alle Vorräthe an Lebensmittel. Ssmolensk wurded-« August als ein Aschenhaufen den Feinden überliefert, welchenachsetzten. Endlich kam es am 7. Septbp. an den Ufern„.''Aoskwä, zu einer Schlacht, worin Napoleon den russ. FeldherrnAm besiegte, welcher letzterer jedoch die Stadt MvskwL erreichte.
gelangten auch die Franzosen hieher, und fanden eine».^""'"Ue. Napoleon stieg im Kreml ab, und seine hungrigen Sol-d-«-» rerftreüten si», »m zu plündern. Da brach plötzlich an verschie-Orten der alten Kaiserstadt Feuer aus. Napoleon selbst ergriff