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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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569
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Das russische Reich.

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Letzterer erntete großen Ruhm, eroberte die Stadt Taurks, und nöthigteben persischen Schah Feth-Ali zum Frieden, wodurch Rußland Eriwän,die Gebiete diesseits und jenseits des Araxes, Nachltschewan nebst 80 MiU.

Geld gewann ^ ^ .

Während des griechischen Aufstandes hatte Sultan Mahmud denPetersburger Hof beleidigt, dieser Umstand, so wie der von den Türkennicht erfüllte Vertrag von Akjerman gab dem Kaiser Nikolaus Veran-lassung, den Griechen beizuftehen und es ward der Pforte den 14 . April

1828 der Krieg erklärt. Fürst Witgenftein besetzte die Moldau und Wa-lachei und seine Heere überschritten die Donau. Nach der EroberungMehrerer Festungen fiel auch Warna durch Sturm. Als das Hauptheerden Weg nach Koustanlinopel einschlug, stieß man auf große Streit-kräfte bei Schnmla, und auch der Angriff auf Siliftria mißlang, worauf

1829 der Oberbefehl an Diebitsch überging, welcher wegen des Übergangsüber den Balkan den Namen Sabalkanskü erhielt. Nach mehrere» blu-tigen Gefechten, wie bei Kulewtscha, und nach Eroberung von Silistria,Nahm Diebitsch Adrianvpel ein und bedrohte Kvnstantinopel. Da mahntegrüßen den Sultan zur Nachgiebigkeit und am 14. Sept. 1829 wurdeder Friede zu Adrianvpel geschlossen, wodurch Rußland die Inseln ander Mündung der Donau, die Festung Achalzik nebst einem Theile desdortigen Paschaliks, freie Schifffahrt für alle Nationen auf dem schwar-zen Mttre und 10 Mill. Ducaten als Entschädigung erhielt. Durchdiesen Frieden gewann außerdem Rußland auch Einfluß auf die Moldau,Walachei und Servien.

Im Jahre 1830 wurde Rußland von der Cholera heimgesucht, welcheviele Menschen wegraffte. Die in demselben Jahre im Juli ausgebro-chene Revolution in Frankreich wirkte auch auf die Polen, welche sichvon Rußland loszureißen wünschten. Am 29. Nov. 1830 begann derAufstand in Warschau, aus welcher Stadt die Russen nach einem bluti-gen Kampfe verdrängt wurden. Großfürst Konstantin entfloh, starb ander Cholera und Chlvpieki ward zum Diktator ernannt, legte aber dieseWürde nach 6 Wochen (1831) wieder nieder. Am 25. Januar wurdeder polnische Thron unter Czartvryski als erledigt und Polen für freiErklärt. Aber bald darauf rückte ein russisches Heer unter Diebitschoeran. Nun erfolgte der Kampf; mörderische Schlachten wurden beiOlvchow, Wawre,'Nur, Lomza und Ostrvlxka geliefert; Diebitsch starb

der Cholera, Paskewitsch ersetzte ihn nnd am «. und 7. Septr. gingWarschau durch Sturm und Kapitulation über. Die Revolution hatteryr Grab gefunden. Polen war dem russischen Reiche wieder einverleibt,viele Polen wanderten aus, andere ergaben sich der Gnade des Kaisers.. Kaiser Nikolaus verordnete im Jahre 1837 eine neue Eintheilung Po-e«s in Gouvernements; im Jahre 1839 ward der warschau'scbe Lehr-°vz>rk-gegründet und 1841 dem Gouvernement Krakau der Name Gou-, i'stzsment Kielce ertheilt. Nikolaus fährt fort, für die geistige und„Wohlfahrt seines Volkes zu sorgen, nnd ist, wenn auch derd "")"gfle unter den Herrschern, doch wie ein Vater unter seinen Kin-Lästig, ein Beschützer der Ordnung nnd als Mensch hoch zu ehren,^as England zu Wasser, das ist Rußland zu Lande.

Das russische Reich ist (mit Abnahme Polens)uneingeschränkte Monarchie, deren Beherrscher Ka l

7 Verfassung und Verwaltung.