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Eüropäisches Staatensystem.
früherer Geistesabwesenheit wiederholten, so vereinigten sich seine BruderKarl und Johann wider ihn; er mußte der Krone entsagen und wurdeauf Befehl Johanns vergiftet. Nun ward Johann König. Dieser schloßmit Dänemark Frieden, gerieth aber mit Rußland in Streit und be-hauptete Esthland. Seine Unstätigkeit in Sachen der Religion machteihm viele Feinde. Er hatte eine polnische Prinzessin katholischer Kon-fession zur Gemahlin und er selbst neigte sich immer mehr zu dieserKirche. Jesuiten kamen in's Land und Johann schwlir dem päbstlichenNuntius seinen väterlichen Glauben ab. Als jedoch seine Gemahlin ge-storben war, ward er wieder gleichgültig gegen den Katholicismus undüberließ seinem lutherischen Sohne, Karl, sogar einen Theil der Regie-rung. Johann starb 1592 und ihm folgte sein Sohn Siegismund, wel-cher schvn im Jahre I5>7 durch Wahl König von Polen geworden war.Bei seiner Thronbesteigung in Polen hatte er das Versprechen gebe»müssen, die lutherische Religion in Polen aufrecht zu erhalten, und diesesmußte er jetzt wiederholen, worauf dann seine Krönung erfolgte. Alleinin seinem Herzen beschloß er, die katholische Religion in ganz Schwedenwieder einzuführen, und da ihm sein Plan nicht gelang, so verließ erSchweden und Herzog Karl von Södermanland ward von den Ständenzum Reichsvvrsteber ernannt. Siegismund erbittert, kam darauf miteinem polnischen Heere in das Land, verlor eine Schlacht und begab sichwieder nach Polen. Karl wurde als König erkannt und 1694 als solche?gekrönt. Dieser war ein einsichtsvoller, unterrichteter Regent, war seh?strenge, führte viele Kriege, z. B. mit Rußland, von dem er KarelieN,Jngermanland und Nowgorod errang. Er beförderte Künste, Wissetschaften und Gewerbe, begünstigte die Bauer» und eroberte Calmar vonden Dänen. Karl starb 1611 und sein Sohn Gustav Adolph folgte ih>"in der Regierung. Erhaben war sein Antlitz und seine Gestalt, da»Auge groß und feürig, das Haar goldgelb, sein Körper abgehärtet, stl"Geist edel und kräftig. Vieler Sprachen mächtig, redete Gustav in jed?^mir Klarheit und Leichtigkeit. Ihm zur Seite stand der ReichskanzlerAxel Oxenftjerna. Gustav vollendete die Kriege seines Vaters und fttz^im dreißigjährigen Kriege seinen Thaten die Krone auf. Schon seit 16 >^hatte der Kampf der Protestanten mit dem Kaiser und katholisch?"Neichsfürsten gewährt und die Protestanten waren ihrem Untergangnahe. Da stellte der Heldenkönig seinen Ständen vor, wie nothwendiges sei, die Protestanten zu unterstützen. Die Stände willigten ein;land, Holland und Frankreich versprachen Hülfe, und am 25. Juni l»ostand Gustav, nachdem er am 24. Juni mit 15,999 Mann in Ponim??'gelandet, auf deütschcm Boden. Nun wurden die Kaiserlichen auPommern vertrieben und Gustav drang mit seinem Heere nach Mag^bürg vor, welches jedoch schon gefallen und von Lilly zerstört woroewar. Sein Sieg über Lilly bei Leipzig erhob den Muth der Protesta'^ten. Gustav drang bis zum Rhein und bis zur Donau vor, und ?in Wien spöttisch so genannte Schneekönig machte den Feinden vM zschaffen. Sein Heer war siegreich, aber am 16. (oder 6. alten StyNovember starb er, von einer Kugel getroffen, den Heldentod °Schlacht bei Lützen, wo er dem Feldherrn Wattenstein gegeuübersta" 'Sein Heer gewann den Sieg, aber es mußte den Verlust seines rr nkichen Königs beklagen. Gustav gehörte zu den Männern, welcheVorsehung alle Jahrhunderte nur einmal kommen läßt, und vor vwqnderp dieses hohen Ranges erfreute er sich des Glückes, mehrere g? p